Süßwarenhersteller aller Länder vereinigt euch!

August 31, 2009

Ich hab mir ja vor einiger Zeit mal selbst ein Süßigkeiten-Embargo auferlegt. Ich muss wohl kaum sagen, dass das nur bis zum nächsten Norwegen-Urlaub gehalten hat. Für Marabu/Daim-Schokolade und Hoops bin ich nunmal ein leichtes Opfer.

Als die Hemmschwelle erstmal wieder überschritten war, hab ich den Kampf gegen die Lust gar nicht erst wieder aufgenommen. Ebenso wie den Kampf gegen das Gewicht. Was soll’s, wenn interessiert es schon ob ich dauerhaft 5 Kilo zu viel wiege?

Allerdings hat sich etwas verändert, nachdem ich mir das Naschen erst einmal fast völlig abgewöhnt hatte: Ich finde kaum noch was, was ich mag. Ist echt so. Ich stehe manchmal mit ratlosem Blick vor dem Süßigkeitenregal und finde einfach nichts. Fast lustlos pack ich mir dann eine Tüte Vitaminbonbons und eine Notfallschokolade in den Wagen, nur, damit halt was im Haus ist wenn doch mal der Ernstfall eintritt. Aber dasselbe Gefühl wie seinerzeit will einfach nicht aufkommen.

Anlass genug, sich mal auf eine sentimentale Zeitreise in die Kindheit zu begeben, als Süßigkeiten noch die Kraft hatten, die Welt von grau in himmelblau zu verwandeln. Wahrscheinlich hab eher ich mich verändert als die Süßigkeiten, aber da sind doch ein paar Dinge, welche die Industrie, und sei es nur im Zuge einer Retro-Welle, mal wieder auf den Markt bringen sollte – zum Beispiel:

Hubba Bubba in anständigen Sorten

Also nicht „Crazy Cherry“ oder (bäh!) „Sour Cherry Lemon“. Von den guten, alten Sorten ist nur Cola-Geschmack übergeblieben. Aber was ist mit Orange? Kirsche (ohne crazy)? Classic? Oder – Königsdisziplin: Apfel??

Der verbotene Stubenladen an meiner Schule von damals ist mittlerweile geschlossen. Wahrscheinlich sind die Besitzer im Ruhestand auf ihrer Finca in Südspanien, die sie mit meinem Hubba Bubba-Apfel Konsum in den Jahren 1983-1993 finanziert haben. Ich wette, die haben eine Dankesplakette an ihrer Hauswand für mich.

Peng!

Erinnert ihr euch noch an dieses – wortwörtlich – rattenscharfe, salzige Zeuch von (glaub ich) Bahlsen? Die sahen so ähnlich aus wie Peppies, waren aber nicht gestreift und richtig scharf. Wenn die gut und frisch waren, hing einem nach zwei handvoll immer schon der Gaumen in Fetzen runter. Köstlich.

Es gab früher mal am Busbahnhof einen Co-Op, den ich fast täglich auf meinem Weg nach Hause in die Vorstadt konsultierte. Man ging vorne am Sophienblatt rein und kam hinten in der Raiffeisenstraße, also direkt am ZOB, wieder raus. Oftmals nahm ich mir dabei eine Tüte Peng! mit, die ich noch im Bus mit glänzenden Augen verspeiste und an solchen Tagen in der Regel kein Abendbrot essen konnte, bis mein Mund wieder verheilt war.

Cola-Eis

Ich geb zu, was Eis angeht bin ich nicht mehr so auf dem Laufenden seit ich nur noch dieses dekadente Haägen-Dasz kaufe (ist aber auch zu lecker!). Aber meines Wissens nach macht tatsächlich keiner der großen Hersteller noch dieses klassische Cola-Eis, das einen Tag am Strand oder im Raisdorfer Freibad früher erst perfekt machte.

Bazooka Joe-Kaugummi

Mein Vater war Masseur und hatte lange Jahre eine Praxis in Plön, in der ich ihn oft besucht habe. Quer übern Hinterhof gab es einen Getränkabholmarkt, der natürlich auch ein stattliches Süßigkeitenregal hatte. Da hab ich mir immer Bazooka Joes gezogen, ungefähr so viel, wie in meine Taschen passte (mein Vater war nicht geizig mit Extrarationen Taschengeld :-) ). Damit hab ich dann glückselig im Aufenthaltsraum der Praxis gesessen und stundenlang meine geliebten Astrid Lindgren’s oder Enid Blyton’s verschlungen. Wenn ich mir diesen Geschmack vorstelle, hab ich gleich wieder den Geruch von Massageöl und Eisspray in der Nase und dieses wohlige Gefühl im Bauch.

Treets

Jaja, ich weiß. Das waren nur M&M’s ohne bunte Farbe. Trotzdem.

Die Firma Mars geht allerdings mit gutem Beispiel voran und hat Treets gerade aktionsmässig wieder in Umlauf gebracht. War ganz aufgerecht letztens an der Tanke, hat mich auch nicht interessiert ob, und wenn ja, wie viel die mehr kosten als schnöde M&M’s. Meine Nichte stand ganz verdutzt daneben und hat sich gewundert, dass eine kleine Handvoll Schoko-Erdnüsse so viel Freude auslösen können.

Aber die is ja erst 25, was weiß die schon… Die soll erstmal in mein Alter kommen, dann gerät sie auch in Verzückung bei jedem Relikt aus ihrer Kindheit.

Und ihr so? Was für Schnökerkram vermisst ihr aus eurer Kindheit? Oder gibt’s euren Stoff noch und ihr fröhnt ihm auch noch ganz fleissig? Und sollten wir hier eine Petition starten, um Süßwarenhersteller davon zu überzeugen, dass das, was damals gut war heute kaum schlecht sein kann?

Ich bitte um ein Meinungsbild.


Inglorious Basterds

August 22, 2009

Geiler Film. Kucken. Sofort.


Dienstleister des Monats

April 15, 2009

Ein so simpler Vorgang wie das Austauschen einer Glasscheibe am Auto kann manchmal unerwartet zur Offenbarung werden… z. B. dahingehend, wie eine perfekte Dienstleistung ablaufen sollte.

Es fing gestern schon viel versprechend an: Der Bitte um Rückruf mittels der Carglass-Website wurde binnen 10 Sekunden Genüge getan. Da dachte ich schon, ich spinne. Was folgte, war ein überaus freundliches und nettes Informationsgespräch mit jemandem, der nicht nur alles verstand, sondern tatsächlich auch noch alles richtig wiedergab, was ich sagte. Unfassbar, wo gibt es so was heute noch? Etwa 10 Minuten später erreichte mich die Email mit der Terminbestätigung für heute.

Um 16 Uhr bin ich dann vorgefahren, wurde nach einer Wartezeit von ca. 20 Sekunden bedient und während der Reparaturzeit von etwa 80 Minuten mit kalten und warmen Getränken abgefüllt. Als ich mein Auto wieder bestieg durfte ich auch noch feststellen, dass nicht nur die Glassplitter vom Rücksitz gesaugt worden waren, sondern mal eben das ganze Auto eine Innenraum-Grundreinigung genossen hatte! Was quasi unbezahlbar ist, wo ich den Wagen doch in zwei Wochen abgeben muss und schon dachte, ich müsste das ganze nächste Wochenende staubsaugend verbringen. So sauber war er seit seiner Auslieferung nicht mehr.

Das größte Highlight jedoch kann nichts mit Unternehmensphilosophie und Dienstleistungsgedanken zu tun haben: Der blonde Glaser mit dem 1 Mio $-Lächeln, das er mir im 30-Sekunden-Takt quer durch die Montagehalle zuwarf.

Fazit: Ich muss da wieder hin, möchte morgen jemand vorbeikommen und meine Heckscheibe einwerfen? Außerdem ist dies eine völlig ernst gemeinte Empfehlung, wenn die jemand aufgreift, möge er mir doch bitte vorher Bescheid sagen, ich hab da nämlich noch gleich einen Empfehlungsgutschein mitbekommen. Okay? Und ich komm auch gerne mit zum Scheibe einsetzen. Ehrlich, kein Problem.

Also, überhaupt….heute war irgendwie ein „Flirten-mit-schönen-Männern“-Tag. Manchmal ist es ja ganz einfach – ich wünschte, ich wüsste was es ist, das man an solchen Tagen ausstrahlt. Ich will ja nicht pathetisch behaupten, dass mir das sonst nie passiert – aber wenn mir absolut jeder Mann, dem ich begegne seine besondere Aufmerksamkeit schenkt, hätte ich schon gern gewusst, wie man dieses Etwas in Flaschen abfüllt, um es zu verkaufen.

Vielleicht kann ich das Niveau ein paar Tage halten, ich bin ja schließlich fällig…


Die Magie der Bilder

März 20, 2009

Herbert List war ein Hamburger Fotograf, ausgestattet mit der Gabe, berauschende  Schönheit in ganz simplen Dingen einzufangen. Normale Menschen wurden zu Göttern, Alltagsgegenstände zu Designobjekten.

Sein besonderes Augenmerk als Foto-Künstler galt jungen Männern, der homoerotische Aspekt dieser Bilder war durchaus beabsichtigt. Aber wen wundert’s, dass sich auch meinereinst für diese Bilder begeistern kann…seht selbst.

(Bilder gehören dem Estate of Herbert List)

Ein anderes schönes Fundstück hat mich heute morgen beim Studium der Süddeutschen begeistert:  Dem Schweizer Fotograf Matthias Willi ist es gelungen, eine ganze Armada der größten Rockstars unserer Zeit direkt nach einem Auftritt vor die Linse zu bekommen. Ein paar davon, z. B. Adam Green, sehen immer noch aus wie aus dem Ei gepellt, andere – Iggy Pop, Queens of the Stone Age, Juliette Lewis – tatsächlich wie Krieger nach einer geschlagenen Schlacht, wie der Sprecher so schön sagt…kuckt euch unbedingt diese Slideshow an.

rockstars


Preisverdächtig

Januar 12, 2009

Heieiei, heute hagelt’s hier aber Content…

Das muss ich euch noch schnell zeigen, nee wat hab ich gelacht…

Wann hat das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen das letzte Mal was richtig Lustiges und Kreatives gemacht? 1953? Na, irgendwas ist da passiert, ich bin nämlich durch Zufall über eine todkomische Promo gestolpert…

Eigentlich wollte ich mich nur bei TV Spielfilm vergewissern, dass tatsächlich heute Abend die nächste Staffel „LOST“ anläuft (tut sie). Auf der Startseite begrüßte mich dann gleich die Anzeige eines „Dog Tarot Card Readers“ – ich so „häääää? was is das denn für ne Hausfrauenverarschung?“.

Gedacht, gelacht, drauf geklickt und dann erst geschaltet:

lars

Bei dieser auf extra-schlimm und Marke Eigenbau getrimmten Website handelt es sich natürlich nicht um die für einen echten Dog Tarot Card Reader (denn die sind sehr selten), sondern um eine Promotion für den demnächst im ZDF laufenden Mehrteiler „Ein Mann, ein Fjord“ von und mit Hape Kerkeling. Und da ich ja nicht nur bekennender Norwegen- sondern auch Kerkeling-Fan bin, kenne und liebe ich natürlich schon lange das gleichnamige Hörbuch, in dem er alle Rollen spricht. Da kommt nämlich besagter Dog Tarot Card Reader Lars drin vor.

Mindestens einen zweiten Aspekt der Promo gibt es noch, nämlich eine weitere Homepage zum Hundenarkotika „CaniCalm„, das in der Geschichte auch eine tragende Rolle spielt.

Abgesehen davon, dass ich ziemlich gekichert hab darüber, ringt mir diese Promo natürlich höchsten Respekt für die kreative Leistung ab. Echt mal was Anderes. Ich hätte zwar sowieso eingeschaltet, schon ob der zu erwarteten norwegischen Naturszenerie, aber jetzt freu ich mich erst richtig drauf.


Das einundzwanzigste Türchen

Dezember 21, 2008

Ich hab durch Zufall gerade einen lustigen kleinen Clip gefunden, der sich dazu noch mit einem last minute-Geschenktipp verbinden lässt: Vielleicht entsinnt ihr euch noch, dass ich in den frühen Tagen dieses Blogs mal auf Jimmy Kimmel und dieses lustige Ding mit seiner Freundin Sarah Silverman und Matt Damon verwiesen habe.

Vor drei Tagen bekam Jimmy in seiner Sendung scheinz ungeplant Besuch von Jim Carey, der Promo für seinen neuen Film „The Yes-Man“. Da ja der Besuch „überraschend“ kam, war selbstverständlich kein Clip für den Film vorbereitet – allerdings hatte Jim Jimmy eine Email mit einem Clip auf sein iPhone geschickt, der dann natürlich auch in der Sendung abgespielt wurde…sehr süß, aber kuckt selbst:

Direktlink

Nun zum Geschenktipp: Der Film „The Yes-Man“ beruht auf dem gleichnamigen Buch eines meiner Lieblingsautoren, Danny Wallace. Das Buch ist so todkomisch, dass ich mich irgendwann entschloss, es nicht mehr in der Öffentlichkeit zu lesen weil ich regelmäßig Kicherflashs bekam.

Danny Wallace ist in UK ein großes Ding und hat es mittlerweile in alle Medien geschafft – er hat eine TV-Sendung, eine Radiosendung bei der BBC, veröffentlicht Bücher und Kolumnen in Zeitungen. Seine Masche sind Lebensexperimente, die er dann irgendwie medial festhält. „The Yes-Man“ handelt davon, was Danny passierte als er eines Tages beschloss, nur noch Ja zu allem zu sagen…schreiend komisch, wirklich. Wenn der zu Beschenkende anständig Englisch spricht, dann schenkt es unbedingt in Englisch, denn in der Übersetzung geht bestimmt viel verloren…und bei amazon ist die englische Version noch lieferbar bis zum 23., kuckt selbst.

Also, todsicheres Geschenk für Leute, die diesen putzigen Englischen Humor mögen.

Und wenn ihr mir nicht glaub, dann glaubt ihr vielleicht Danny selbst:

Direktlink

Der Film kommt bei uns übrigens nächstes Jahr raus, da bin ich schon ziemlich gespannt…


Musikfernsehtipp: Büro am Strand – Komma’ runter

September 16, 2008

Ich bin zur Zeit etwas uninspiriert, was Schreiben angeht…mal sehen, was der Tag noch so aus meinem Gehirn saugt.

Für einen guten Start in diesen Blog-Tag kommen mir allerdings Büro am Strand, Kiel’s Antwort auf Fettes Brot (Lokalpatriotismus rulz!), zu Hilfe – es gibt nämlich ein neues Video zu bewundern, wie üblich mit einer Menge Spaß und Selbstironie, diesmal allerdings nicht in den Straßen von Kiel, sondern in Tunesien gedreht.

Gute Gelegenheit, mal beim Winkelsen oder der Band reinzuschauen. Am 24.10. gibt’s übrigens das Album „Hitsköppe“ zu kaufen!

P.S. Im nächsten Film sing ich selbst auch mal wieder was!


Jetzt geht’s lo-hos! Der Gesundheitsfonds scharrt…

September 12, 2008

…mit den Füßen und wartet gespannt darauf, uns alle unglücklich zu machen.

Jetzt soll noch mal einer sagen, in diesem Blog würde nicht echte Lebenshilfe geboten – wenn ihr in Zukunft beim Tresengespräch damit angeben wollt, dass ihr das mit dem Gesundheitsfonds genau verstanden habt, dann tut euch mal das hier aus der heutigen Financial Times Deutschland rein:

Schön finde ich ja, dass selbst so ein normalerweise über-seriöses Medium wie die FTD in diesem Fall noch Zeit für Ironie findet – sie wünschen den Verwaltern des Datenmonsters viel Erfolg!

Die Auswirkungen des Gesundheitsfonds sind tatsächlich nicht absehbar, einig sind sich die Experten eigentlich nur darin, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass etwas Gutes daraus erwächst.

Ich löse das Problem für mich kurzzeitig, indem ich jetzt in eine private Krankenkasse wechsle. Ob das dauerhaft die beste Lösung ist, wird die Zeit zeigen. Das is so’n Pest-Cholera-Ding.


The ballad of Peniston and more

August 14, 2008

Heute is so’n Tag, an dem ich mich unbedingt künstlich aufmuntern muss….hab komisch geträumt und Stress gehabt und werde schon seit heute morgen vom übelsten Heuschnupfen aller Zeiten geplagt. Wahrscheinlich sind’s auch eher meine latent dauer-entzündeten Nebenhöhlen, die sich mal wieder rechtzeitig zum Herbst melden. Da is bald wieder ne OP fällig, fürchte ich.

Na egal…wenn ich mich so fühle wie heute, ziehe ich mich immer mal gern auf eine bestimmte Website zurück. Rathergood.com ist voll mit verstrahltem Scheiss, oder wie würdet ihr das hier nennen? Englischer Humor in Reinkultur.

Letztens hab ich mir nicht mal nur die lustigen Filmchen angekuckt, sondern mal ein wenig hinter den Kulissen gestöbert und mit großer Freude festgestellt, dass sich eine Band dahinter verbirgt. Keine gute, aber immerhin, eine Band, genannt „7 Seconds of Love“. Und deshalb steht da dann auch schon mal so was.

Also, wenn euch heute Nachmittag oder Abend vielleicht langweilig sein sollte…. hier gibt’s was dagegen.


You’ll never walk alone

August 13, 2008

Ich hege ja stille Bewunderung für diese youtube-Freds, die sich stundenlang in ihren Kellerzimmern einschließen und irgendwelche Fanvideos zusammenfrickeln. Ich könnte das nicht. Gut, nun hab ich auch ein Leben. Und wir wollen erstmal sehen, was sich so tut, wenn der Postbote nächste Woche meinen neuen Camcorder bringt…

Na jedenfalls – ganz vorne mit dabei sind natürlich immer Fussballfans. Die Bandbreite der Machwerke geht von furchtbar kitschig über heldenhaft bis hin zu einfach nur schlecht. Aber ich hab da was Schönes gefunden, was man ruhig mal zeigen kann.

Um euch vorab dafür in Stimmung zu bringen, sei noch folgendes gesagt: Im Mutterland der elfköpfigen Balljagd, England, (nein, wirklich nicht China, obwohl sie’s erfunden haben) kommt ja dem Fussball eine nahezu mystische Bedeutung zu, welche die Bundesliga im Vergleich wie die Wasserpolo-Liga aussehen lässt. Womöglich steht das in direktem Zusammenhang mit der Tatsache, dass es gerade in der Premier League Vereine gibt, bei denen Glorie und Tragödie einfach so goddamn nah beineinander liegen.

Ich meine, man nehme nur mal Manchester United und ihr Munich Air Disaster. Und stelle sich vor, die Hälfte des Bayern-Kaders würde bei einem gemeinsamen Flugzeugunglück ums Leben kommen. Klingt erstmal lustig, aber ich wette, in echt wäre es das nicht. Diese Wunde blutet auch heute noch im Herzen der Red Devils. (Ich hätte euch auch was von denen kredenzen können, aber deren Lied ist mal echt scheisse.)

Und dann wäre da noch der FC Liverpool. Kaum einem anderen Verein wird so leidenschaftliche Verehrung gezollt wie The Reds, selbst in dem Land, wo Fussball so wichtig ist, das er das nahezu einzige verbindene Element zwischen einer ansonsten streng klassifizierten Gesellschaft ist.

Leider wurde der Verein im Laufe der Jahre immer mal wieder Opfer seiner eigenen Hooligan-Anhängerschaft. Er war so in die zwei wohl größten Tragödien in der Fussballgeschichte überhaupt involviert, die Katastrophen im Heysel-Stadion und die von Hillsborough. Trotz dieser schweren Schläge erholte sich der Verein immer wieder und errang im Laufe seiner Geschichte so ziemlich jeden Triumph, der im europäischen Fussball möglich ist.

Neben den Hooligans hat er auch noch ganz liebe Fans, wie den hier (glaub, es war in Wirklichkeit ein Sportredakteur). Und ein wirklich schönes Lied.

Also, nach dieser langen Einleitung – hier mal zweieinhalb Minuten Gänsehaut:

Halt Stopp – UPDATE um 19.14 Uhr: Leider ist das wirklich sehr schöne Video mittlerweile entfernt worden…. deshalb müsst ihr mit dem reinen Fangesang vorlieb nehmen. Sorry.

Ach, und noch was: Der FC Liverpool, falls es jemand noch nicht weiß, ist NATÜRLICH freundschaftlich verbandelt mit dem einmaligen, sensationellen FC ST. PAULI aus Hamburch, dem Weltpokalsiegerbesieger von 2002 und Pokalschreck von 2006!!

Und die St. Pauli-Fans singen das auch…..fast genau so schön: