Tag X

Dezember 18, 2009

Katzis. Heute. Ladedadedaaa.

Endlich zu Hause :-)

Und hier ab sofort qualifizierter Katzen-Content.


Wundersame Welt der Tiere

Dezember 14, 2009

Kürzlich wurde ich Zeugin eines faszinierenden Schauspiels welches bewies, wie wenig sich der Mensch aus dem Affenstadium weiter entwickelt hat, wenn es um Balz-Rituale geht.

Tatort war mein Fitness-Studio, besser gesagt der Empfangsbereich. Hinterm Tresen steht dort gelegentlich eine ca. 25-jährige, milchkaffeefarbene Schönheit mit grünen Katzenaugen, wallender Lockenmähne, gemeisselten Gesichtszügen und schlanker Gazellenfigur. Der Typ Frau, neben dem man sich automatisch sofort wie ein graues Mäuschen fühlt. Ich sage das allerdings trotzdem verhältnismäßig neidfrei, da ich aus einem Beispiel in meiner eigenen Familie weiß, dass ausgeprägte Schönheit auch lästig sein kann, wenn man nicht gerade Topmodel ist und das Fußvolk einem die entsprechende Ehrerbietung darlegt.

So auch in diesem Fall – jedes Mal, wenn das Mädel Dienst hat, tummeln sich zwischen 3 und 5 männlichen Aufmerksamkeitsbewerbern mit glasigem Blick im Foyerbereich, die schnell ihre Eheringe in den Taschen ihrer Adidas-Hose verschwinden lassen, wenn sie sie sehen. Prahlendes Zulabern oder doofe Sprüche sind eigentlich noch das geringstes Problem. Zweimal schon hab ich mitbekommen, wie jemand mit halb geöffnetem Bademantel unter einem Vorwand aus der Sauna geschlichen kam – natürlich kein gestählter Adonis, sondern in beiden Fällen glatzköpfige um-die-50iger mit deutlich sichtbarem Bauchansatz. Was für eine Reaktion die sich auf so einen Vorstoß erhoffen, wissen sie nur selbst.

Nun sollte man dazu vielleicht erwähnen, dass besagte Mitarbeiterin zwar wirklich bildhübsch ist, leider aber nicht sehr helle. Auch einfache Fragen kann sie nur nach einiger Prozessierungszeit beantworten. Und kombiniert mit ihrer Jobposition in einer so ausgeprägten „Der-Kunde-ist-König“-Umgebung weiß sie sich schlichtweg nicht wirklich zu wehren gegen so geballte männliche Abschlepperitisversuche. Meist erträgt sie es nur still und lächelt gelegentlich schüchtern.

Dabei hilft ein ganz einfacher Trick, und diesen durfte ich kürzlich live angewandt erleben. An einem Samstagvormittag, ich checkte gerade ein, kam plötzlich ein kleiner, ebenfalls milchkaffeefarbener Junge aus der Kinderbetreuung geschossen und plärrte in ihre Richtung: „Maaaama, Kevin lässt mich nicht mitn Lego spieln!!“ Schlagartig wurden die glasigen Blicke der umstehenden Pfauenmännchen wieder klar, ich hörte dann verschiedene Varianten von „ooh, ich muss jetzt auch mal mit Training anfangen/nach Hause gehen/mein Auto waschen“ und der Zauber löste sich in nullkommanix wieder auf. Als ich zwei Stunden später wieder nach Hause ging, sah ich sie das erste Mal fröhlich und allein hinter ihrem Tresen sitzen.

Da kann man mal sehen. Von wegen Evolution. Die Regeln sind überall dieselben.


Unter den Blinden ist die Einäugige Königin

Dezember 2, 2009

Ich muss am Wochenende shoppen gehen, denn nächste Woche ist ein zweitägiger Kommunikationskongress zum Thema Gesundheitswirtschaft in Hamburg.

Reicht das nicht als Begründung?

Nun gut. Beim IV-Symposium vor ein paar Wochen, ebenfalls in Hamburg, saß ich relativ weit hinten im Saal und hatte einen guten Blick auf die Flut aus schwarzen, grauen und dunkelblauen Anzügen mit sowohl Männlein als auch Weiblein darin. Da schoß mir durch den Kopf: „Mizzie, wenn du dir zum nächsten Gesundheitswichtigkeitenball einen knalleroten Anzug kaufst, bist du in Zukunft die Königin auf diesen Veranstaltungen!“

Und so soll es geschehen. Ja gut, vielleicht nicht knall-, sondern weinrot. Steht mir auch besser. Der Effekt ist derselbe, ich werde wie ein Clown auf einer Beerdigung rausstechen.

Ich hab mittlerweile schon von mehreren Kollegen gehört, dass der Kongress sein Geld nur bedingt wert sei. Für 500 Euro Teilnahmegebühr ist die Erwartung natürlich entsprechend hoch. Vor allem an das Catering. Der Twitter-Account der Organisatoren lässt jetzt auch nicht unbedingt auf revolutionäre Erkenntnisse schließen – sagen wir mal: So weit war ich schon vor einem Jahr, kann ich jetzt auch einen Kongress veranstalten? Aber das Gesundheitswesen ist ja bekanntlich immer ein wenig zurück in der Kommunikationsevolution.

Eine Chance geb’ ich ihm (dem Kongress). Und sei es nur, dort wegzufahren und mich wie die große Visionärin zu fühlen.


Der Countdown läuft

November 12, 2009

In vier Tagen geht’s los auf Morrisseytour! Woohoo! Kick-Off in Berlin am Montag, Dienstag Hamburch, Mittwoch off-day in Hamburch, Donnerstag Düsseldorf, Freitag München. Super-Programm.

Mir ist aufgegangen, dass ich schon ewig nicht mehr so getourt bin. So mit richtig Strecken fahren und zwischendurch Hotels. Als ich das letzte Mal viele Gigs am Stück gesehen hab, waren wir in Manchester stationiert und sind immer so sternförmig ins Umland gefahren (Liverpool, Bradford, Leeds, Birmingham etc.). Und als ich das letzte Mal noch so richtig „mit“ auf Tour war, hat das Ganze auch noch auf anderem Niveau stattgefunden: National Express Busse, Nickerchen in Wartehallen, McDonalds-Mahlzeiten und schimmelige Jugendherbergen. Hauptsache, das Abendprogramm stimmt (oh süße Jugend!). Diesmal übernachten wir auf halber Strecke zwischen Düsseldorf und München im Schloßhotel *lol*.

Touren ist immer anstrengend, aber zum Glück sind wir zwar alle älter, jedoch nicht so alt dass uns sowas gleich aus den Latschen haut. Mir ist es ohnehin wichtiger, mal meinen Kopf für eine Woche rauszukriegen, und dafür ist Touren einfach am besten. Danach geht es noch mal mit neuer Energie in den Endspurt 2009. Liegt noch so einiges an bis Weihnachten.

Other random thoughts: Der Tod von Robert Enke hat mich, wie viele andere auch, echt traurig gemacht. Ich könnte nicht behaupten, dass ich ihn früher viel wahrgenommen hätte, aber diese Lebensgeschichte ist einfach sehr berührend. Zudem tut es mir für Elsbe sehr leid, die ein echter Fan ist. Ich hab mich am Dienstag Abend mal wieder unsagbar aufgeregt über ein paar eiskalte Kommentare bei Twitter und mich zum xten Mal gefragt, ob ich in solchen Momenten nicht einfach zu sensibel für das Internet bin und diesem Schlachtfeld dann lieber fernbleiben sollte. Vielleicht schaff ich es ja nächstes Mal. Es ist ja nicht so, als würde es mir oder sonstwem helfen, mich mit solchen Idioten anzulegen.

Die Sache mit der Rentenversicherung hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, alles gut. Dafür wollen jetzt alle wieder an mein Geld, ich kriege täglich Anrufe von diversen Partnern, Banken, Versicherungen mit Riiieeesen-Anlageideen. Ihr könnt mich mal alle gepflegt in Ruhe lassen, ich hab schon ALLES. Wirklich, ALLES. Rürup, Riester, RisikoLeben, Direktversicherung, Fondstüdelütt und Eigentumswohnung. Was noch übrig bleibt, wird sinnvoll angelegt – in Sex, Drugs and Rock’n'Roll. Und Bier. Und Zigaretten. Gleich nächste Woche.

Nur noch 5 Wochen bis die Katzis kommen! Bin so aufgeregt! Hab schon Futternäpfe gekauft :-)


Random thoughts pt 1

Juli 29, 2009

Gestern noch in Wanderschuhen, mit Klamotten, die noch nach dem letzten Lagerfeuer riechen und zotteligen Haaren über Flughäfen getrottet, heute im Businessanzug mit dem Silberpfeil in die Großstadt geflitzt und mit Krankenkassenchefs verhandelt. Ein müheloser Rollenwechsel, wie so häufig dieser Tage.

Norwegen war, wie immer, wunderbar. Besonders die paar Tage auf Mageroya waren irgendwie…anders. Bemerkenswert. Ein paar Tage auf einem anderen Planeten. Schwer zu beschreiben. Der bald folgende Film wird’s leider auch nicht rüberbringen, denn ich habe dort auf der Insel kaum gefilmt. Nehmt es einfach so hin.

Und – wer hätte geglaubt, dass das geht: Ich bin 10 Tage fast komplett ohne Musik ausgekommen! Der Grund dafür war, dass ich gleich am ersten Reisetag die 8 GB Musik auf meinem iPod getrasht habe bei dem Versuch, ein Hörbuch vom Netbook zu ziehen. In meiner Welt heißt „Synchronisieren“ so viel wie „Gleichmachen“ – ich habe also in der Annahme, iPod und Netbook würden sich gegenseitig austauschen und hinterher den gleichen Inhalt haben, freimütig „synchronisiert“. Aber der Apple-Konzern versteht wohl etwas anderes unter diesem Wort, also hatte ich für den Rest des Urlaubs eben nur noch Hörbücher. Da auch diese nicht anständig luden, durfte ich meine erste Erfahrung mit dem Kundenservice von Apple machen. Heute fischte ich eine Mail aus meinem Brieffach mit der freundlichen Bitte, doch an einer Qualitätsumfrage zur Verbesserung des Kundenservice beizutragen. Ich hätte Apple gern mitgeteilt, dass ich es als Frechheit empfinde, dass sie mir verbieten wollen Musik, die mir gehört und die ich nachweislich gekauft habe, sei es auf CD oder per Download, auf Geräten meiner Wahl, welchen und wie vielen auch immer, abzuspielen. Und dass sie vielleicht die besseren Produktdesigner und Marketingmenschen haben, ansonsten aber genau so ein böser, mafiöser Großkonzern sind wie alle anderen auch. Wollt ich gern sagen. Das Scheiss-Formular hat aber nicht geladen.

Wir (heißt, die Firma für die ich arbeite und von der mir 20 % gehören) haben drei neue Großprojekte in Aussicht und mein Ruhestand mit 55 in Südfrankreich rückt damit mal wieder in greifbare Nähe. Oder vielleicht kann ich mir ja auch eine kleine Insel in Norwegen leisten bis dahin. Ich muss nur fest dran glauben. Oder so.

Am Wochenende beziehe ich meine neue Behausung und habe deshalb natürlich wenig Zeit dieser Tage. Ich will trotzdem versuchen, nicht erst um Weihnachten herum den Norwegen-Film zu präsentieren, zumal dieser deutlich kürzer wird als die anderen. Den zweiten Teil England-Film habe ich im Prinzip in der Nacht vor meiner Abreise fertig gehabt, ihn aber zu klein gerechnet so daß auch vimeo ihn nicht anständig dargestellt hat. Aber den gibt es nun irgendwie dieser Tage.

Der Handwerker war in der neuen Butze während ich weg war, und ich muss schon sagen…das wird total supi. Bin glücklich. Allein das Streifendesign im Schrankzimmer…an mir ist ne Innendekoratöse verloren gegangen. Bald habe ich das große Vergnügen, mir eine schniegelschnagelneue Küche aussuchen zu dürfen, so was durfte ich noch nie. Nee, wat bin ich uffjerecht.

Aber jetzt erstmal… ran ans Leben. Man sieht sich.

Fotos und Geschichten vom Urlaub übrigens drüben bei Elsbe.