Tiergrippe, wie lustig

April 30, 2009

Also…wahrscheinlich bin ich spießig oder überempfindlich…aber der Anblick von Stefan Raab nebst Band in Ganzkörperschutzanzügen und Atemschutzmasken veranlasste mich gestern zu folgendem Tweet:

tweet

Mir ist schon klar, dass Witze dieser Art eher auf die Panikmache als auf die eigentliche Krankheit abzielen. Ich stehe trotzdem dazu – das ist zu früh. Vielleicht sollte man sich erstmal anschauen, ob das Ganze wirklich nur bloße Panikmache und Medienhysterie ist, oder ob es tatsächlich auch bei uns zu ernsthaften Erkrankungen kommt. Auch wenn Ryanair-Chef Michael O’Leary behauptet, Schweinegrippe sei eine Slum-Krankheit: Es gibt ja durchaus auch in Europa Menschen, deren Immunsystem vielleicht nicht dem wohlgenährten 1. Welt-Durchschnitt entsprechen. Und wenn erstmal ein paar Kinder oder Greise an dieser Grippe verstorben sind, steht man vielleicht blöd da mit seinen Witzen.

Denn es ist ja nun mal so – Medienhype hin oder her, an dieser Krankheit sterben Menschen, und sei es weit weg in Mexiko. Was kommt denn als nächstes – Witze über Krebs- oder AIDS-Kranke? Jeder halbwegs pietätvolle Mensch würde darüber doch auch keine Gags machen, was also ist denn an der Schweinegrippe so lustig?

Witze als Reaktion auf eine Medienhysterie ist nur eine andere Form von Hysterie. Eine Anti-Hysterie Übersprungshandlung sozusagen. „Haha, lasst ihr euch nur panisch machen, ich steh da total locker drüber“. Auch nicht besser als die Panikmache.  Aber stille Beobachtung und Zurückhaltung ist natürlich in Zeiten von Twitter ganz fürchterlich untrendy.


Geschichte live

April 7, 2009

Einige meiner weniger oft propagierten Interessensgebiete gelten Verschwörungstheorien und politischen Affären. LKW-Ladungen an Büchern hab ich dazu schon verschlungen. Dauerfavorit ist ein Skandal, der von just unser kleinen, verschlafenen Fördestadt aus einst die demokratischen Grundfesten unserer Repulik erschütterte. Die Rede ist natürlich von der Barschel-Affäre.

Leider gibt es erstaunlich wenig ernstzunehmende Literatur zu dem Thema, dann schon eher mal dubiose DVDs und Hörspiele. Gestern hab ich mir einen Wälzer von Wolfram Baentsch gekauft, den ich am liebsten nach 20 Seiten schon wieder weggelegt hätte, nun aber aus reiner Neugierde weiterlese.

Es gibt wirklich kaum was Schlimmeres als selbst ernannte und sich selbst beweihräuchernde „Investigativjournalisten“. Um einen solchen handelt es sich bei Monsieur Baentsch, noch dazu um einen augenscheinlich politisch extrem konservativ, definitiv aber alles andere als neutral ausgerichteten Kandidaten. Uwe Barschel kommt in diesem Buch wie ein missverstandener, gefallener Held daher.

Wie auch immer… ich muss gestehen, dass ich aufgrund der Nähe und der spürbaren Wellen, die das Thema bis heute schlägt, eine wirkliche Faszination dafür hege. Wenn ich manchmal Luzie auf der Krusenkoppel ausführe, am besten noch am Abend vor der glitzernden Hafensilhouette, läufts mir beim Anblick des Staatskanzleigebäudes mit den HDW-Kränen im Hintergrund kalt den Rücken runter. Hier hat sich einer der tiefsten Abgründe deutscher Geschichte eröffnet.

Ich wage nicht wirklich zu hoffen, dass zu meinen Lebzeiten noch mal die wahren Begebenheiten um die Barschel/Engholm-Affäre aufgedeckt werden. Bis auf weiteres muss ich mich mit anderer Leute Spekulationen und der Gänsehaut begnügen, die ich bekomme, wenn die Affäre in mein eigenes Leben eingreift: Einer der Hauptakteure von damals macht Geschäfte mit einem meiner Kunden. Ein weiterer, genauer gesagt ein Protagonist des Barschel-Affären Spin-Offs „Schubladen-Affäre“, hat mir kürzlich eine Schachtel Pralinen geschenkt, die noch ungeöffnet auf meinem Küchenregal liegt. Wie ein Beweisstück.

Ja gut, das ist nicht gerade mittendrin statt nur dabei. Aber immerhin mittendrinner als beim Kennedy-Mord oder der Leuna-Affäre. Wahrscheinlich kennt jeder in Kiel jemanden, der den Schwager von jemandem kennt, der schon mal neben dem damaligen Staatssekretär im Bus gesessen hat. Und meine kleine Schnarchstadt als Zentrum dunkler Machenschaften – bin ich gestört, weil mich das irgendwie stolz macht?


Das vierte Türchen 2.0

Dezember 4, 2008

Ein kleines Fundstück aus der heutigen Lübecker Nachrichten – eine, wie ich finde, sehr komische Karikatur zum Thema Konsumgutschein.

karikatur4

Quelle: Lübecker Nachrichten

Oder?

Also, der Nutzen einer solchen Aktion sei jetzt mal dahin gestellt – aber andererseits: Wenn wir schon alle untergehen, sollten wir vorher noch mal richtig schön shoppen gehen können, oder?

Hör ich ein „SCHEISSE JA!!!“?

Na wie auch immer…ich hoffe doch, dass die sich bald entscheiden denn die Austeilung solcher Schecks an alle Bundesbürger würde meine Geschenkeplanung für Weihnachten noch mal komplett übern Haufen werfen. Also Jungs. Los.


Mir glaubt ja keiner…

November 6, 2008

…wenn ich mich traue, hier öffentlich zu behaupten dass die FTD eine gute Zeitung sei.

Ich schreib heute zum letzten Mal was dazu, versprochen. Aber ich muss doch noch mal den Beweis antreten…

Ich geb ja zu, dass ein Großteil des Mediums tatsächlich aus Finanzmeldungen besteht. Da les ich auch nur quer über die Headlines. Die Politik-Artikel les ich mir schon eher mal durch, weil sie sehr gründlich recherchiert sind und teilweise Zusammenhänge aufdecken, die in keiner anderen Zeitung stehen.

Da ich ein Schnell-und-Viel-Medienkonsument bin, ist eine fesselnde Sprachlichkeit für mich sehr wichtig. Wenn ich mit meiner Diffamierung der FAZ irgendwem auf die Zehen getreten bin, dann tut mir das leid – mir ist klar, dass das eine sehr kluge Zeitung ist, aber ich find eher einschläfernd. Man kann ernsthafte und intellektuelle Inhalte auch frischer vermitteln.

Aus welchem Grund auch immer leistet sich die FTD Sprüche, wo andere es nie tun würden und das find ich halt gut. Beispiel hier: Anstatt einen dramatischen Abgesang auf die Gräueltaten des scheidenden Präsidenten George W. Bush zu verfassen, bringen die so was:

gwb_abschied

Ich sag nur „Ach der Silvio riecht so gut“… Und das in so nem Wirtschaftsblatt? Hey!!

Und ja, super, Barack Obama ist jetzt Präsident und wir freuen uns alle, aber ich finde auch, dass es höchste Zeit ist, neben all diesem Gerede von Aufbruch, Symbolkraft, Zeitenwende etc. auch mal wieder ein wenig Leichtigkeit in das Thema zu bringen -  die FTD findet das offensichtlich auch und tut es, indem sie einen Starschnitt von Obama veröffentlicht, „damit der Change auch in Ihrem Büro endlich ankommt“. Ab morgen erhältlich in der Printausgabe. Is das nix?

bo_starschnitt

Also, was sag ich. Coole Zeitung, glaubt mir doch mal. Und dass mich ja nicht noch mal einer anpupt von wegen, ich würde mich damit brüsten wollen wie schlau ich bin. Jetzt wisst ihr ja, wo wirklich meine Prioritäten liegen.

Yes, auch you can.

Bildquellen: Financial Times Deutschland

Sitzfleisch

November 4, 2008

Im Zuge der Berichterstattung zur US-Präsidentschaftswahl hab ich eine todkomische Geschichte in einer meiner Lieblingszeitungen entdeckt: Vor dem Weißen Haus demonstrieren Tag und Nacht zwei Leute – seit 27 Jahren!

Ist das nun bewunderswert, konsequent, leidenschaftlich oder einfach nur total gaga??

Aber lest selbst

on8Bildquelle: Financial Times Deutschland

Mizzie’s Tipp des Tages. Nein, des Lebens.

Oktober 31, 2008

Also…ich erwähne es ja ab und zu mal: Ich muss zur Zeit (wahrscheinlich aber nur noch bis 1.1., tiddeli bom!) aus beruflichen Gründen jeden Tag so bummelig 25 Zeitungen lesen.  Die Spannweite geht vom Segeberger Anzeigenblättchen „Basses Blatt“ über alle Lokalzeitungen des Landes Schleswig-Holstein bis hin zur Süddeutschen und der Ärzte Zeitung (ja – glaubt ihr’s? Ärzte haben ihre eigene Tageszeitung, echt wahr!).

Im Zuge dieser Arbeit bin ich auch zum ersten Mal in meinem Leben so richtig mit der Financial Times Deutschland in Berührung gekommen. Ich dachte früher immer, das sei so ein dröges Banker-Medium für Leute, denen die FAZ noch nicht schnarchig genug ist. Weit gefehlt.

Die FTD ist eine frische, moderne Zeitung mit einer sehr eleganten Sprachlichkeit, die zu allen vielfach diskutierten Themen besonders gern Hintergründe aufdeckt, die diesen Namen dann auch verdienen. Sie schaffen es immer wieder, dass selbst das ödeste Wirtschafts- oder Politthema sich liest wie ein Krimi. Außerdem „menscheln“ sie auch gern mal, picken sich z. B. „kleine Leute“ hinter den Schlagzeilen raus und erzählen deren Geschichte. Im Detail steckt häufig – und das macht eine Zeitung besonders sympathisch, finde ich – sehr viel Humor. Was ich persönlich als sehr angenehm empfinde, ist die fast komplette Abwesenheit sämtlicher verkrampfter Boulevardthemen. Ehrlich – wer muss schon eine 20. Variante dessen lesen, was Guy Ritchie’s Freunde über Madonna zu sagen haben? Schnarch.

Politisch durchaus eher konservativ orientiert, lassen die Verantwortlichen es zum Glück nicht mehr so weit raushängen. Im Übrigen sind die Zeichen der Zeit scheinz erkannt worden, denn die Redaktion unterhält auch einen youtube-Kanal und heimst immer wieder Lob ein für die Einhaltung von Webstandards der Onlineausgabe.

Also, ich kann diese Zeitung nur empfehlen. Wenn ich (hoffentlich!) zum Anfang nächsten Jahres die tägliche Presseschau nicht mehr machen muss, werde ich definitiv neben der Kieler Nachrichten (büschn Lokales muss halt auch sein) und der Süddeutschen Zeitung auch diese Zeitung weiter lesen.

Ihr könnt euch das schicke rosa Teil beim Zeitungsmann eures Vertrauens ziehen, das sieht dann auch unheimlich cool aus, wenn man sie im Zug oder in der U-Bahn liest. Man kommt unwahrscheinlich intellektuell rüber, denn mal ehrlich, Welt Kompakt kann und tut doch jeder.

Empfehlenswerter finde ich aber noch die E-Paper-Version, mobiles Wissen sozusagen. Auf der Homepage gibt es dann nämlich auch die wichtigsten Leitartikel und Kommentare als podcast, ein umfangreiches Archiv, ne wap-Funktion und selbstredend sehr unterhaltsame Blogs.

Also. Lesen is gut für euch. Kucken auch – hier z. B. ein paar kleine Spartricks für den nächsten Volksfestbesuch.


Presse-Fundstücke 28. Oktober

Oktober 28, 2008

Heute wieder schöne Ausbeute in den lokalen Tageszeitungen…nee, nix mit Finanzkrise, in diesem Blog ist die Welt heute in Ordnung.

Erstmal ist mir diese Geschichte hier ins Auge gefallen – ein kleiner Junge hat eine 10 Jahre alte Flaschenpost eines finnischen Matrosen aus der Förde gefischt. So könnte eine Episode von „Fünf Freunde“ oder „Drei Fragezeichen“ anfangen, finde ich.

 Quelle: Kieler Nachrichten

Und kuckt mal, wie er sich freut, der kleine Harry Thorbjörn…. süß, oder?

Dann noch dies hier…ich les ja morgens alle Onlineausgaben der Zeitungen, die ich halt lesen muss. Mir ist dabei schon öfter der Verdacht gekommen, dass damit gerne mal Schindluder getrieben wird, weil mir da manchmal unglaubliche Dinge unterkommen, die eigentlich nur scherzhaft gemeint sein können.

Hatte heute jemand die Printausgabe von den Lübecker Nachrichten in der Hand? Mich würde interessieren, ob da im Lokalteil auch völlig aus dem Zusammenhang gerissen ein blaues Rechteck mit den Worten „Change = Wandel“ auftaucht? Kuckt selbst:

Quelle: Lübecker Nachrichten

Also – is schon klar, worauf sich das bezieht… auf Barack Obama und die US-Wahl. Und vielleicht wollte ein wohlmeindender Redakteur die nicht-englischsprachigen Leser darüber aufklären, wer denn nun dieser Change sei, von dem alle reden. Aber so völlig ohne Zusammenhang? Tst. Komisch, oder?

Und zuletzt noch diese Meldung hier, aus irgendeiner Lokalausgabe des SHZ-Verlages (der hierzulande übrigens die besten Zeitungen macht, nur mal so…). Diese Meldung hab ich eigentlich nur rausgefischt, weil ich mir relativ sicher bin, dass in 50 Jahren auch mal so was über mich in der Zeitung stehen wird. Aber seht selbst:

Quelle: SHZ

Hochmut kommt vor dem Fall

Oktober 27, 2008

Fragt ihr euch nicht auch so langsam, wie wohl die globale Finanzkrise in euer Leben eingreifen wird?

Mag ja daran liegen, dass ich jeden Tag so viele Zeitungen lesen muss…aber nachdem mir heute in gleich zwei Medien erstmals der Begriff „schlimmste Finanzkrise aller Zeiten“ unterkam, krieg ich doch so langsam Muffe. Was kommt da bloß?

In Großbritannien kommt ja bekanntermaßen innerhalb Europas immer alles zuerst an: Gute Filme, Epidemien…und die Auswirkungen der Finanzkrise. Eine Freundin in Manchester berichtete mir vor ein paar Tagen von ersten großen Entlassungswellen in ehemals stabilen und florierenden Unternehmen. Mein Bruder, der in Südengland lebt, hat schon vor einem halben Jahr was von Rezession geunkt. Da war das hier noch unvorstellbar.

Mittlerweile nicht mehr… bei weltweit agierenden Autokonzernen stehen die ersten Bänder still. Leiharbeiter werden zu tausenden bis auf Weiteres nach Hause geschickt, was in der Regel nur die Vorstufe von Entlassungen ist. Meine eigene Bank vermeldet heute mal so eben eine halbe Milliarde Verlust. Um den Preisverfall von Erdöl zu stoppen, wird jetzt die Förderung gedrosselt. Es beginnt also, hier und da zu zündeln. Da fragt man sich schon, wann man die ersten Auswirkungen zu spüren bekommt, oder?

Beruflich bin ich persönlich halbwegs auf der sicheren Seite. Die Gesundheitsbranche wird es im Verhältnis weit weniger hart treffen als andere – Gesundheit ist kein Luxusgut, der Markt aufgrund demografischer Tatsachen ein wachsender, und Beratung ist in schlechten Zeiten eher mehr gefragt als weniger. Selbst wenn mir, was sehr unwahrscheinlich ist, ein Kunde wegbrechen sollte, so kann ich mich als Selbständige natürlich ganz anders rühren, um trotzdem mein Überleben zu sichern. Ich steh nicht von heute auf morgen vor dem Ruin. Anderen geht’s da ganz anders.

Aber z. B. Preisanstiege und Steuererhöhungen zur Finanzierung des Rettungspaketes treffen uns alle. Nächstes Jahr, in meinem vierten Jahr als Selbständige, wollte ich eigentlich frohen Mutes mal das Großprojekt Wohneigentum angehen. Kann natürlich sein, dass die Banken vor lauter Schiss die Hürden für Freiberufler um einiges höher setzen. Oder aber es entbrennt eine Schlacht um die wenigen Kunden, die sich so was noch trauen. So oder so werden aber die Zinsen steigen.

Alles Schlampen außer Mutti.

Aktien hab ich zum Glück keine. Wohl aber spare ich seit über einem Jahr in eine fondsgebundene Rürup-Rente. Über die britische Gesellschaft, die mein Geld für mich anlegt, hab ich auch gerade schlechte Nachrichten gelesen. Aber gut, mein Geld nebst Rendite kommt in etwa 30 Jahren zur Auszahlung, ich möchte doch meinen, bis dahin hat es sich wieder beruhigt.

Oder nicht? Ich mein ja nur… Die letzte weltweite Finanzkrise (1929) stand in direktem Kausalzusammenhang zum 2. Weltkrieg und den darauf folgenden Trümmerjahren. Erst das Wirtschaftswunder der 50er Jahre half Deutschland wieder auf die Beine. Allerdings mit Hilfe von Ländern, die schon lange wieder aus der Finanzkrise raus oder von vornherein nie betroffen waren. Ein solches Land gibt es diesmal nicht, wenn ich’s richtig verstanden habe.

Ja nee, is gut. Ich sag ja nur, wie’s war. Will’s ja gar nicht beschreien.

Also, zu diesem Zeitpunkt natürlich alles Spekulation, umso mehr von einem Halbwissensspastiker wie mir. Lassen wir es einfach auf uns zurollen, mit oder ohne Muffe, is egal. Es gibt ja eh nix, was wir tun können, um es zu stoppen.


Es wird spannend im US-Wahlkampf

Oktober 26, 2008

Verdrehte Welt… jetzt wird’s ein paar Tage noch mal richtig aufregend im amerikanischen Präsidentschaftsrennen.

Alaska’s wichtigste Tageszeitung hat Barack Obama den Rücken gestärkt. Was vielleicht niemanden interessieren würde, wenn nicht Alaska’s Gouvaneurin Sarah Palin zufällig die Kandidatin fürs Amt des Vize-Präsidenten der Gegenseite wäre. Die „Anchorage Daily News“ ist ansonsten eine starke Verfechterin von Palin’s..hm….nennen wir es mal… Politik. Also, so lächerlich ich die Frau auch finde: Das muss jetzt gerade wehtun.

Kucksu selbst:

Anchorage Daily News: Obama for President

Ein anderes schönes Fundstück dieser Woche war folgender Clip auf youtube, der das amerikanische Wahlsystem für Dummies aufdröselt.

Kucksu hier:

Die Zeichen stehen zur Zeit ziemlich grün für Barack Obama…so wirklich entspannen mag man sich trotzdem noch nicht, finde ich. Letztes Mal dachte man auch „Nee, das machen die nicht, das bringen die nicht“ und trotzdem haben die Amerikaner uns weitere 4 Jahre George Bush angetan. Man müsste zwar schon komplett verblödet sein um nicht zu erkennen, dass Obama vor McCain die bessere Wahl ist. Und ich hoffe mal, das klingt jetzt nicht zu arrogant: Aber wenn wir mal ehrlich sind, dann sind viele Amerikaner auch, wenn schon nicht komplett verblödet, so doch leicht zu blenden und zu verführen aufgrund der fehlenden Fähigkeit, mal über den Tellerrand des eigenen Landes zu kucken.

Also beschreien wir das Happy-End mal noch nicht zu früh…

Dass Barack Obama der große Heiland ist, zu dem er gerne mal ausgerufen wird, bezweifle ich allerdings auch. Er wird sich sehr beweisen müssen in einem Land, dass gerade seinen Abstieg vom Thron der wichtigsten Weltmacht verknüseln muss. Die ganze Welt ist im Umbruch – und er wird der Präsident eines Übergangszeitalters sein, der die USA durch die bisher schwierigste Phase ihrer Geschichte navigieren muss.

Keine leichte Aufgabe. Vor allem nicht für jemanden, der unterm Strich wirklich noch nicht viel Erfahrung in Regierungsämtern hat. Aber… ich gehe davon aus, dass er kluge Berater an seiner Seite hat und dass womöglich seine Symbolkraft schon eine Menge dazu beitragen kann, den Schalter im kollektiven Bewußtsein seiner Nation umzulegen.

Hoffen wir einfach mal das Beste.


Internet macht plöd

Oktober 2, 2008

…schlau allerdings auch. Je nach Ausgangssituation halt. Das haben Medienexperten auf einer Tagung der Kieler FH festgestellt.

Deckt sich durchaus mit eigenen Beobachtungen.

Quelle: Kieler Nachrichten