…und auch ein paar neue Probleme.
Ich lebe immer noch auf einer Baustelle, aber zumindest bin ich seit heute endlich die zweite Baustelle – die alte Wohnung – endgültig los. Musste den Maler noch ein, zwei mal falten, aber jetzt ist alles gut und übergeben.
Im unteren Teil der Wohnung ist es schon ganz gemütlich, aber über mir sieht es noch aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Das seht ihr natürlich alles, früher oder später – ich will nur die Überraschung nicht vorweg nehmen, wenn ihr in ein paar Wochen die krassen Veränderungen dieser Heimstatt im Zeitraffer in einem Film seht.
Gestern hab ich mir mal die nähere Umgebung angekuckt und bin u. a. den Bootssteg langgelaufen, den man aus allen Fenstern zur Vorderseite sehen kann. Total toll! Man geht etwa 10 Minuten an schaukelnden Segelbooten lang und steht dann quasi mitten in der Förde! Ganz vorne haben sie ein paar Bänke hingesetzt, ein wunderbares Plätzchen zum Sitzen und Sinnieren inmitten von Schiffsverkehr und Möwengeschrei. Gute Wahl.
Der Segelhafen gehört wohl zu den nettesten von Kiel – leider gar keine Infrastruktur, also zumindest so ein Café oder eine Kneipe wär doch nett. Aber weil es das eben nicht gibt, wird der Hafen natürlich von Touristen und Ausflüglern verschont, es gibt eigentlich nur entspannte Locals, vom Hippie auf dem holländischen Plattboot bis zum Millionär auf seiner Nautor’s Swan ist alles dabei.
Eine böse Überraschung gab es heute auch – der Elektriker erfreute mich mit der Nachricht, dass die gesamte Elektrik der oberen Etage mehr als zweifelhafter Natur sei und zudem schon längst nicht mehr zugelassen. Wenn da mal ein Brand ausbricht, würde so nicht mal die Versicherung zahlen. Alles raus, alles neu. Gnarf. Mal eben ein vierstelliger Betrag, der so nicht budgetiert war. Aber gut, so geht’s wohl allen Häuslebauern. Und dank des tollen Handwerkers, den ich aufgetan habe, fühle ich mich trotz der Riesenherausforderung, in meiner Ahnungslosigkeit eine Wohnung renovieren zu müssen, relativ sicher.
Auch Entscheidungen wollen getroffen werden, und zwar solche, die trotz Wandlungssucht und wechselndem Geschmack möglichst lange Bestand haben. Zum Beispiel bezüglich eines Ofens. Aber wozu hab ich ein Blog? Kann ich doch mal kurz ein Meinungsbild einfangen…
Also, für ein Modell hab ich mich schon entschieden, es geht eigentlich nur um die Farbe – also, was meint ihr, lieber den Carillon 4:3 in Zebrano…

…oder in crystal?

So rein von der Optik gefällt mir die Zebrano-Ausführung eigentlich besser. Allerdings soll der Schornstein mit einer schwarz-weißen Tapete mit Paisley/Ranken o.ä.-Muster versehen werden und dann steht das Ganze natürlich auf Laminat, und zwar auf Palisander – das ist so mitteldunkel mit Rotstich. Vor diesem Hintergrund könnte das mit dem Holz also auch etwas unruhig aussehen, oder?
Und das letzte, was man von einem Ofen will ist natürlich, dass er unruhig aussieht…die Tendenz geht also 80% zu „Crystal“ (ich hätte die Farbe ja „Schwarz“ genannt, aber ich bin auch kein italienischer Ofen-Produktmanager), aber ich will gerne mal vorher noch ein paar Meinungen hören…
Könnte noch öfter vorkommen
Der Kauf eines Sofas z. B. entpuppt sich als schwere Geburt. Wollte ja gern was loungeiges haben, aber das trägt dann immer gleich einen wichtigen Designer-Namen mit entsprechendem Preisschild…
Also, es bleibt spannend in der Casa del Mizzie und wenn der Film eines Tages fertig ist, werdet ihr sehen warum: Es ist, als sei man bei der Geburt eines Kindes dabei. Nur, dass die Geburt halt ein paar Monate dauert