Zustände sind das

November 5, 2009

Ich hatte hier schon einen Artikel in meinem Entwürfe-Ordner, in dem ich, bezugnehmend auf diese Geschichte mich quasi beim Behördendschungel an sich öffentlich entschuldigen wollte, weil das Verfahren eine für mich unerwartete und erfreuliche Wendung genommen hatte – nämlich die, dass ich trotz meiner Festanstellung jetzt per Beschluss der Deutschen Rentenversicherung irgendwie doch selbständig und somit sozialversicherungsbefreit bin. Den Bescheid habe ich seit Dienstag vorliegen.

Nee, warte. Ja nee, schon. Irgendwie ja, aber irgendwie auch nicht. Ich hab nämlich in meiner Funktion als Geschäftsführerin, also Vertreterin des (sprich: Meines eigenen) Arbeitgebers einen Bescheid vorliegen. Ein ANDERER Bescheid jedoch ist mir angeblich als Arbeitnehmer zugegangen, und in diesem steht, dass die Sache jetzt noch mal von einer Fachabteilung geprüft wird. Die Tatsache, dass ich ja nun in meiner Position Arbeitgeber und Arbeitnehmer zugleich bin (das ist doch der Stein des Anstosses überhaupt), ist denen zwar bekannt – aber nur weil etwas bekannt ist, muss man ja noch lange nicht nach der daraus erfolgenden Logik handeln. Also z. B. nur einen Bescheid mit einer klaren Entscheidung verschicken.

Das Beste kommt aber noch: Den Bescheid an mich als ArbeitGEBER muss ich jetzt mit einem Zweizeiler bestätigen. Als ArbeitNEHMER muss ich aber nach wie vor die Entscheidung der Fachabteilung der Behörde abwarten. Mal abgesehen davon, dass ich den Bescheid noch nicht habe. Der is in der Post. Oder so.

Was auch noch schön ist: Meine Krankenkasse funktioniert ungefähr genau so. Da ich ja nun direkt vorher privat versichert war, kündigen die mir rückwirkend für die letzten 6 Monate die Mitgliedschaft. Zappzerapp von einer Minute auf die andere. Mit den Rückzahlungen der bereits gezahlten Beiträge lassen sie sich aber schön Zeit, dafür muss ich jetzt erstmal den dazugehörigen Antrag stellen. Ich werd das mal kurz erwähnen, wenn ich morgen mit dem Vorstand der Kasse auf dem IV-Symposium in Hamburg beim Kaffee rumstehe. So als Anekdote nebenbei. Man muss Kontakte ausnutzen, wenn man sie hat.

Worüber ich überhaupt GAR nicht nachdenken darf ist die Tatsache, dass dieses groteske Bürokratentum auch noch von meinen Steuergeldern bezahlt wird. Von denen werde ich nämlich leider nicht befreit. Ein weiteres schönes Detail in diesem Chaos: Die Tatsache, dass ich den ArbeitGEBER-Bescheid mit einem Zweizeiler bestätigen muss, hab ich nur durch Zufall von meiner Steuerberaterin erfahren, die bei der Rentenversicherung anrief um irgendwas zu klären. Diesen Hinweis hatte der Sachbearbeiter „vergessen“ mit aufzuschreiben. Wie es der Zufall will, geh ich Samstag auf die Party eines Rechtsverdrehers – da kann ich doch gleich mal fragen, ob das so in Ordnung ist wenn eine Behörde in einem rechtswirksamen Bescheid so eine Info mal eben vergisst.

Gerade war ein kleines, fühlbares Bißchen Ruhe in mein Leben eingekehrt….gnarf.

P.S. Update um 17:30 Uhr: Auch schön – der Verbleib des Arbeitnehmer-Bescheides ist geklärt. Der ist zurückgekommen, weil ich doch umgezogen bin (funktioniert auch suuuuper, so ein Nachsendeantrag). Man habe jetzt in der Zwischenzeit erstmal schriftlich beim Einwohnermeldeamt die Mitteilung meiner neuen Adresse beantragt. Ob man mich, die Empfängerin des Arbeitgeber-Bescheides unter der Geschäftsadresse denn nicht hätte fragen können, womöglich gar ganz kurz telefonisch, wollt’ ich da wissen. Da es darauf keine kluge Antwort gibt, die sich gar mit einen Paragrafen untermalen ließe, hat man mir lieber gleich gar keine Antwort gegeben. Großes Kino.

Fortsetzung folgt….


Schwarzer Tag

Oktober 15, 2009

Was muss ich da lesen bei Twitter?

aha_tweetHier der Link zur Meldung

Den Großteil meines Lebens begleitet mich diese Band schon…Morten Harket war meine zweite große Liebe (nach Captain Future). Ja gut, irgendwann musste dieser Tag kommen. Trotzdem…

…ich leg mich Sterben…


Bunt, bunt, bunt

August 31, 2009

Joa mei… ich weiß gar nicht, ob ich weinen oder lachen soll über die Ergebnisse der Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und dem Saarland.

Lachen ist angebrachter, denk ich. Auf jeden Fall wird deutlich, dass sich das politische Farbspektrum zu ändern scheint – zwar nicht irgendwo hin wo es irgendjemand haben wollte, aber immerhin, es ändert sich.

Ich hab die Ergebnisse gestern Abend auf dem Laufband im Fitnessstudio verfolgt und wurde ein paar mal schräg angekuckt, weil ich anscheinend laut losgelacht habe. Am lustigsten war das Interview des ARD-Mannes mit dem NPD-Typen aus Sachsen. Der Interviewer hat dem Interviewee mehrfach mitten im Satz das Mikro weggerissen um ihn zu korrigieren. Leider hab ich davon keinen youtube-Clip gefunden, aber eine Stelle hab ich noch im Ohr – die ging in etwa so:

NPD-Typ: „Wir konnten aufzeigen dass es erneut gelungen ist, eine stabile nationalistische Basis in Sachsen – „

ARD-Mann: „…die sich halbiert hat…“

NPD-Typ: „…die…stabil geblieben ist-“

ARD-Mann: „…deren eine Hälfte stabil geblieben ist, ja..“

NPD-Typ: „öhm. Wir konnte aufzeigen dass es erneut gelungen ist…“ (blablablubb)

Das war wirklich komisch…

Aber gut, was erwartet uns nun? Ich erwarte jetzt einen heißen Wahlkampf und ein ähnlich buntes Farbspektrum nach der Bundestagswahl, das mit wenig Zweifel wieder in dieser elendigen großen Koalition enden wird. Mit der ollen Merkel als Kanzlerin, wer zweifelt daran eigentlich?

Ich hoffe nur dringenst, dass sie der SPD entweder das Gesundheitsministerium wegnehmen oder Frank-Walle wenigstens die Ulla austauscht. Sonst kann ich mich einsargen lassen, ernsthaft. Das stehen meine Nerven keine weiteren vier Jahre durch.

Dann lieber Schafhirtin in Norwegen.


Ordnung muss sein

August 24, 2009

Mal wieder ein Paradebeispiel deutscher Bürokratie und der damit zusammenhängenden Verschwendung unserer sauer verdienten und schmerzhaft aus uns rausgequetschen Steuergelder. 

Vorgeschichte: In meiner neuen Firma bin ich geschäftsführende Gesellschafterin, allerdings mit einer Minderheitsbeteiligung. Die Feststellung der Sozialversicherungspflicht bei GmbH-Geschäftsführern ist eine tricksige Angelegenheit – mit ein paar Formulierungsfeinheiten im Arbeitsvertrag gelingt es dieser Berufsgruppe auch manchmal, sich aus der Sozialversicherungspflicht rauszuwinden, das hat mit teils frei auslegbaren Kleinigkeiten in Sachen Mitbestimmungsrecht und Geschäftsanteil zu tun. Und je nachdem wirst du halt als selbständig eingestuft oder auch nicht (in einfach erklärt). 

Dieses Rauswinden habe ich von vornherein unterlassen, da mir die Sozialversicherungspflicht durchaus entgegen kommt – ich war ja nun ein paar Monate Privatpatient und weiß, dass es in unseren Zeiten eigentlich gehupft wie gesprungen ist, ob du nun GKV- oder Privatpatient bist, wenn du – wie ich – ohnehin nie krank bist und die Hälfte deines Bekanntenkreises aus Ärzten besteht. Die Rente, ja mein Gott, die ist nicht sicher, aber ebenso wenig sicher sind die drei Privatrenten, in die ich außerdem noch einzahle, das hat ja die Finanzkrise bewiesen. Und wenn das Leben doch mal anders verläuft als geplant, so kriegt man als Sozialsklave halt Behinderten- oder Frührente, Elterngeld und all diese Späsken, die für Selbständige nur schwer oder gar nicht zu bekommen sind. So hat’s mir zumindest meine Steuerberaterin erklärt. 

Als also der entsprechende Fragebogen mit jeder Menge Fallen und Fangfragen von der Deutschen Rentenversicherung kam, habe ich diesen wahrheitsgemäß ausgefüllt und mich nach eigener Einschätzung als sozialversicherungspflichtig eingestuft. Außerdem hab ich vom ersten Tag meiner Festanstellung an bereits Sozialversicherungsbeiträge in nicht unwesentlicher Höhe abgeführt. Mir egal, Steuern tun viel mehr weh und um die komm ich ja eh nicht rum. 

Dieses korrekte Bürgerverhalten hindert jedoch die Deutsche Rentenversicherung nicht daran, mir heute mitzuteilen dass nach § 7a ff. des Vierten Buches des Sozialgesetzbuches SBG IV TROTZDEM  ein Statusfeststellungsverfahren eingeleitet wird und ich bitte sofort Gesellschaftervertrag, Geschäftsführervertrag, Handelsregisterauszug und diverse andere Sachen noch nachzureichen habe. 

Ich werde also die nächste Stunde am Kopierer verbringen und diesen Bürohengsten meine sensiblen Unterlagen zukommen lassen, damit sie mir bestätigen können, was ich ihnen ohnehin schon mitgeteilt habe. Ordnung muss sein. Immerhin sind wir hier in Deutschland.


Welcome home…

August 3, 2009

Seit gestern bin ich in der neuen Wohnung. Der Umzug war verdammt anstrengend, und wegen Zeitmangel und der laufenden Renovierung des oberen Teils werde ich noch eine Weile aus Kisten und von Take Away-Food leben müssen. Sei’s drum. Bis Herbst dürfte in meinem kleinen Nest alles schick, wohnlich und seelenerfreuend fertig sein.

Meine Mutter hat mir immer gesagt: „Was man die erste Nacht in einem fremden Bett träumt, geht in Erfüllung!“. Das hat mir bei solchen Gelegenheiten Angst gemacht, wo ich morgens in einem fremden Bett nach alkoholinduzierten Alpträumen wach wurde. Zum Glück erläuterte sie irgendwann, in Wirklichkeit hieße es: „Was man in der ersten Nacht im EIGENEN Bett an NEUER STELLE träumt, das geht in Erfüllung“. Puh, ein Glück.

Über die Ausbeute der ersten Nacht in diesem meinem neuen Heim kann ich jedenfalls nicht klagen: Nachdem ich mit Freudentränen ob der glitzernden Fördelichter vor meinem Fenster, todmüde und fertig vom Umzug endlich eingeschlafen war, träumte ich erst von einem Lottogewinn, dann dass Robbie Williams sich von der Bühne runter bei einem Take That-Konzert in mich verliebte, was ja quasi einem zweiten Lottogewinn nahekommt. Da wär ich mit einverstanden.

Habt ihr wieder was gelernt. Außerdem wissen wir jetzt, dass der digge Robbie demnächst wieder zu seiner alten Band dazustößt, in England kann man darauf wetten…also los. :-)

Habt doch einen Blick auf meine twitpic-Seite für ein paar Impressionen vom Umzug und der neuen Behausung…


Tiergrippe, wie lustig

April 30, 2009

Also…wahrscheinlich bin ich spießig oder überempfindlich…aber der Anblick von Stefan Raab nebst Band in Ganzkörperschutzanzügen und Atemschutzmasken veranlasste mich gestern zu folgendem Tweet:

tweet

Mir ist schon klar, dass Witze dieser Art eher auf die Panikmache als auf die eigentliche Krankheit abzielen. Ich stehe trotzdem dazu – das ist zu früh. Vielleicht sollte man sich erstmal anschauen, ob das Ganze wirklich nur bloße Panikmache und Medienhysterie ist, oder ob es tatsächlich auch bei uns zu ernsthaften Erkrankungen kommt. Auch wenn Ryanair-Chef Michael O’Leary behauptet, Schweinegrippe sei eine Slum-Krankheit: Es gibt ja durchaus auch in Europa Menschen, deren Immunsystem vielleicht nicht dem wohlgenährten 1. Welt-Durchschnitt entsprechen. Und wenn erstmal ein paar Kinder oder Greise an dieser Grippe verstorben sind, steht man vielleicht blöd da mit seinen Witzen.

Denn es ist ja nun mal so – Medienhype hin oder her, an dieser Krankheit sterben Menschen, und sei es weit weg in Mexiko. Was kommt denn als nächstes – Witze über Krebs- oder AIDS-Kranke? Jeder halbwegs pietätvolle Mensch würde darüber doch auch keine Gags machen, was also ist denn an der Schweinegrippe so lustig?

Witze als Reaktion auf eine Medienhysterie ist nur eine andere Form von Hysterie. Eine Anti-Hysterie Übersprungshandlung sozusagen. „Haha, lasst ihr euch nur panisch machen, ich steh da total locker drüber“. Auch nicht besser als die Panikmache.  Aber stille Beobachtung und Zurückhaltung ist natürlich in Zeiten von Twitter ganz fürchterlich untrendy.


Post aus Spanien – oder Russland?

April 29, 2009

Heute morgen hatte ich eine Mail im Postfach von dem Absender „BONO OFFICE“ – ich so „YAY, Bono antwortet endlich auf meine täglichen Mails!!“ Aber nein, viel besser – ich hab schon wieder Geld gewonnen! Aber lest selbst…

OFFIZIELLE GEWINNBENACHRITIGUNG

Lieber Gewinner,

Wir sind zufrieden, Sie heute am 28Th APRIL 2009 der Ergebnisse Euromillones Lotterien primitiv international zu informieren,
hielt am 22nd DEC 2008 als ein Teil unserer Goldgrube Bonanza fest des Jahres 2008. Ihr Name beigefьgt an der Karte No 134-03650116-211,
Glьckszahlen 01-04-18-32-40-46+06-07, Seriennummer 01-4276, mit GRUPPE -ZAHL 01-4276/ES/08/DE, KENNZIFFER MOBIG/77/575/211/0508
die Lotterie auf der 3.Kategorie gewann hat.GLЬCKWЬNSCHE!!

Sie sind deshalb fьr eine Ausschьttung der einmaligen Pauschale von Ђ,950,777.00 (NUEN HUNDERT UND FЬNFZIG TAUSEND, SIEBEN HUNDERT, SIEBEN UND SIEBZIG EURO) im Bargeld kreditiert mit der KENNZIFFER MOBIG/77/575/211/0508 genehmigt worden. Das ist von einem Gesamtkassenpreis (Ђ10,485.547.00 ( ZEHN MILLIONEN VIERNHUNDERT UND FЬNF UND ARCHTZIG TAUSEND, FЬNF HUNDERT SIEBEN UND VIERZIG EURO) Geteilt unter den elf internationale Sieger in dieser Kategorie.
Ihr Fonds wird jetzt mit einem Finanzfirmenversicherungsnehmer in Ihrem Namen abgelegt. Deshalb wird kein Abzug ьberhaupt erlaubt, um von Ihrem Fonds gemacht zu werden. Wie man erwartet, berichten Sie dem Ausschuss, wenn das durchgebrochen wird. Wegen Mischung und verwechseln von einigen Zahlen und Namen, fragen wir, dass Sie diesen Preis von der Bekanntheit abhalten, bis Ihr Anspruch bearbeitet worden ist und Ihr Geld zu Ihrem nominierten Bank Konto erlassen worden, weil das ein Teil unseres Sicherheitsprotokolls ist, doppelte Behauptung oder das unberechtigte Ausnutzen dieses Programms durch Teilnehmer zu vermeiden.

( WIE HABE ich DIESEN WETTKAMPF EINGETRAGEN ?? WIE HABEN SIE MEINE E-MAIL-ADRESSE ERHALTEN ?? WIE HABE ich GEWONNEN ?? ).

Alle Teilnehmer wurden durch ein Computerstimmzettel System gezeichnet von ьber 100.000 Firmen und 55,000.000 einzelnen E-Mail-Adressen und Namen von ьberall auf der Welt ausgewдhlt. Um Ihren Lotterienanspruch zu beginnen, setzen Sie sich bitte in verbindung mit Ihrem Anspruch-Agenten, DON ANTONIO RUIZ Auslander abteilungleiter des EUROSKY SEGUROS S.A auf TEL.NR. 00-34-663-127-971, Oder FAX.NR. 00-34-917-905-000. fьr die Verarbeitung und Ьberweisung Ihres Geldpreises zu einem nominierten Bank Konto Ihrer Wahl. Erinnern Sie sich, der alle Preisgeld muss nicht spдter als 28TH MAY 2009 gefordert werden. Nach diesem Datum wird das ganze Kapital in den MINISTERIO DE ECONOMIA Y HAZIENDA als nicht beansprucht zurьckgegeben. Und auch informiert werden Sie dass 10 % Ihrer Lotterie wining gehцrt EUROSKY SEGUROS S.A, weil sie in Ihren Namen fьr diese Attraktion eingingen und sie Ihr Anspruch-Agent sind. Das, das 10 % vergeben werden, nachdem Sie Ihren gewinnenden Fonds in Ihre Bank Konto erhalten haben, weil der Fonds in Ihrem Namen bereits versichert wird. Um unnцtige Verzцgerungen
und Komplikationen zu vermeiden, erinnern Sie sich bitte, Ihre Kennziffer und Kunden nummer in jeder Ihrer Дhnlichkeit mit uns oder Ihres Agenten zu zitieren. AuЯerdem, sollte dort jede Дnderung Ihrer Adresse sein, informieren Sie wirklich Ihren Anspruch-Agenten so bald wie mцglich. Eingeschlossen mit diesem Brief ist auch eine Zahlung bearbeitet Formular die Sie vollenden ausfьllen und zurьck senden sollten zur FAX NR.00-34-917-905-000.(EUROSKY SEGUROS S.A.) Glьckwьnsche wieder von Allen unseren Mitgliedern und bedanken Sie sich dafьr, dass Sie ein Teil unseres Internationalen Promotionsprogramms Sind.

ZAHLUNG VERARBEITEN BESCHEINIGUNG

BITTE, DIESE ANTRAG BESCHEININGUNG SORGFДLTIG FULLEN UND FAXEN ZURЬCK SOFORT AUCH BEFESTIGUNG COPY IHRER INTERNATIONALEN PASS-ODER IHRER FЬHRER SCHEINE. MOBIG

KENNZIFFER ……………………..GRUPPE -ZAHL………………………….GEWINN SUMME…………….
VORNAME:……………………MITTELNAME…………………….NACHNAME………….
GEBURTSDATUM:……………..NATIONALITДT………………………VERFALLSDATUM…………
KARTE Nє: …………………………DAS GEWINNEN ZAHL………………….EMAIL:: ___________________
POST ANSCHRIFT ……………………………………………
STADT:…………………………………POST LEITZAHL……………..LAND……………..
TELEFON NR:…………………………HANDY NR:……………………………FAX NR:……….
BERUF………………………….. FAMILLIEN STAND (M)………….(S)………..(D)…………..
ICH MЦCHTE VORBEI GEZAHLT WERDEN:(A) BANK ЬBERWEISUNG (B) BESTДTIGTE SCHECK
BANK INFORMATIONEN, NUR WENN SIE DURCH BANKЬBERWEISUNG GEZAHLT WERDEN MЦCHTEN
IBAN (Wann vor Hand)………………………………………………..
NAME DER BANK: ………………………………………………KONTO INHABER……………………………………….
KONTO NUMMER………………………………….BANK LEITZAHL……………..
STADT…………………POST LEITZAHL……………………TELEFON NR:…………………..FAX.NR…………

ICH HERRN/FRAU ………………………………… BEGЬNSTIGTEN ICH MICH MEINER ERKLДREN.DASS ICH NIE JEDE MЦGLICHE ZAHLUNG IN MEINEM NAMEN DURCH EUROSKY SEGUROS S A. EMPFANGEN HABE. NOCH HABEN IRGENDWELCHE MEINER FAMILIE MITGLIED EINEN ANSPRUCH IN MEINEM NAMEN EINORDNETE. ICH HIER DURCH GEBEN-ERMДCHTIGUNG ZU EUROSKY SEGUROS S.A. DAS, ZUM IN MEINEM NAMEN MEINER ZAHLUNG VERARBEITEN UND AUF MEINER OBEN ERNANNTEN BANKKONTO UBERWEISUNG. ICH AUCH DAMIT EINVERSTANDED, DIE 10% KOMMISSION EUROSKY SEGUROS S.A. ZU ZAHLEN BEI EMPFANG VON MEINEM GELD IN MEINEM KONTO.
UNTERSCHRIFT:……………………DATUM……………

Diese Form muЯ ausgefьllt werden und Faxen zur EUROSKY SEGUROS S.A auf dem oben genannten Telefax Nummer

E-MAIL: euotto@gmail.com

E-MAIL: bnelro@gmail.com

Plaza Roman No 29 Planta 5
021143, Madrid, Spain.

Tel: 00-34-663-127-971.
FAX.NR. 00-34-917-905-000.
Tel/Fax:00-44-1-212-702-891.

Mit freundlichen Grьssen
DR JAUN OLEA
Direktor

Toll, nicht? Ich zugeben Probleme dass Verstand. Fortunenhaft aber primitiv ein Formular das sagt mir tun muss ich.

Ich weg jetzt, nicht brauchen euch mehr. Ich jetzt Hawaii und kaufen echt Freunde.

Mit freundlichen Grьssen

Mizzie


Dienstleister des Monats

April 15, 2009

Ein so simpler Vorgang wie das Austauschen einer Glasscheibe am Auto kann manchmal unerwartet zur Offenbarung werden… z. B. dahingehend, wie eine perfekte Dienstleistung ablaufen sollte.

Es fing gestern schon viel versprechend an: Der Bitte um Rückruf mittels der Carglass-Website wurde binnen 10 Sekunden Genüge getan. Da dachte ich schon, ich spinne. Was folgte, war ein überaus freundliches und nettes Informationsgespräch mit jemandem, der nicht nur alles verstand, sondern tatsächlich auch noch alles richtig wiedergab, was ich sagte. Unfassbar, wo gibt es so was heute noch? Etwa 10 Minuten später erreichte mich die Email mit der Terminbestätigung für heute.

Um 16 Uhr bin ich dann vorgefahren, wurde nach einer Wartezeit von ca. 20 Sekunden bedient und während der Reparaturzeit von etwa 80 Minuten mit kalten und warmen Getränken abgefüllt. Als ich mein Auto wieder bestieg durfte ich auch noch feststellen, dass nicht nur die Glassplitter vom Rücksitz gesaugt worden waren, sondern mal eben das ganze Auto eine Innenraum-Grundreinigung genossen hatte! Was quasi unbezahlbar ist, wo ich den Wagen doch in zwei Wochen abgeben muss und schon dachte, ich müsste das ganze nächste Wochenende staubsaugend verbringen. So sauber war er seit seiner Auslieferung nicht mehr.

Das größte Highlight jedoch kann nichts mit Unternehmensphilosophie und Dienstleistungsgedanken zu tun haben: Der blonde Glaser mit dem 1 Mio $-Lächeln, das er mir im 30-Sekunden-Takt quer durch die Montagehalle zuwarf.

Fazit: Ich muss da wieder hin, möchte morgen jemand vorbeikommen und meine Heckscheibe einwerfen? Außerdem ist dies eine völlig ernst gemeinte Empfehlung, wenn die jemand aufgreift, möge er mir doch bitte vorher Bescheid sagen, ich hab da nämlich noch gleich einen Empfehlungsgutschein mitbekommen. Okay? Und ich komm auch gerne mit zum Scheibe einsetzen. Ehrlich, kein Problem.

Also, überhaupt….heute war irgendwie ein „Flirten-mit-schönen-Männern“-Tag. Manchmal ist es ja ganz einfach – ich wünschte, ich wüsste was es ist, das man an solchen Tagen ausstrahlt. Ich will ja nicht pathetisch behaupten, dass mir das sonst nie passiert – aber wenn mir absolut jeder Mann, dem ich begegne seine besondere Aufmerksamkeit schenkt, hätte ich schon gern gewusst, wie man dieses Etwas in Flaschen abfüllt, um es zu verkaufen.

Vielleicht kann ich das Niveau ein paar Tage halten, ich bin ja schließlich fällig…


Ich packe meinen Koffer

April 5, 2009

Den entspannten Sonntagmorgen habe ich heute mal genutzt, um endlich meinen Morrissey-Kurztrip im Mai buchungsmässig einzutüten.

Nachdem ich schon seit Wochen immer wieder die Websites aller möglichen Airlines gecheckt und tausend Varianten im Kopf durchgespielt habe, bin ich jetzt trotzdem bei der ungeliebtesten, aber leider einzig machbaren Möglichkeit geblieben: Ich fliege mit Ryanair, oder Schweine-Air, wie ich sie gerne nenne.

Die locken einen mit Angeboten wie „NUR 10 EURO PRO FLUG; JETZT BUCHEN!!!!!!!!“ von der Homepage zum Buchungsformular, wo man dann feststellt, dass man letzten Endes doch 50 Euro für Hin- und Rückflug bezahlt. Soweit so gut, das ist für mich noch nicht der Aufreger. Des Pudels Kern liegt für mich in den 30 Euro, die man fürs Handling des Gepäcks drauflegt sowie in den 10 Euro für die Kreditkartenbuchung, die so geschickt im Kleingedruckten versteckt werden, dass sie einem erst mit der Buchungsbestätigung auffallen. Ich dachte, so was sei mittlerweile verboten?!?

Bei einer normalen Airline würde man sich ja über einen Flugpreis von unter 100 Euro für die Strecke nach London wie Bolle freuen. Das Problem ist aber, dass man ja bei der Schweine-Air immer noch wie Vieh abgefertigt wird, sich mit englischen Social Housing-Opfern um einen Fensterplatz kloppen, das rotzige Personal ertragen und im Zweifelsfalle mehrstündige Verspätungen in Kauf nehmen muss.

Um wenigstens davon das Schlimmste abzufedern, hab ich noch 6 Euro für bevorzugte Behandlung draufgelegt und rechne nun damit, zwar immer noch wie ein Viech behandelt zu werden, aber zumindest wie ein dickes, fettes und besonders köstliches Viech.  Grrrrr.

Ich lande also am 20. Mai um etwa 9.30 Uhr (wahrscheinlich wird’s wieder eher 12.30) in Stansted. Dort hole ich zunächst den Mietwagen bei Alamo ab, die den von Schweine-Air verursachten Wutstau wieder etwas gutmachen: Als Nutznießer eines Presseausweises bekomme ich dort 30 % Rabatt und zahle nun für 5 Tage gemieteten Kleinwagen noch mal knapp 100 Euro – das nenn ich mal Preis-Leistungs-Verhältnis!* Auf die Idee mit dem Mietwagen verfiel ich, nachdem ich mal hochgerechnet habe, was mich die Zugfahrten nach Haywards Heath und schließlich nach Manchester und zurück gekostet hätten – die British Rail ist ähnlich teuer wie die Deutsche Bahn, im Gegenzug aber so unzumutbar wie Schweine-Air. Für jemanden mit echten Reiseplänen also keine Option.

Ich fahre dann an dem Tag, einem Mittwoch, zunächst mal nach Sussex zu meinem Bruder und seiner Familie. Dort übernachte ich und fahre dann am Donnerstag nach Manchester, mit Zwischenstop auf halber Strecke, um in Rugby meine ehemalige Londoner Mitbewohnerin zu treffen. In Manchester angekommen dann Mozzy-Konzerte kucken am Freitag und Samstag (zwischendurch neu einkleiden auf der Market Street *gg*), am Sonntag gegen Abend  zurück nach Stansted. Um ein paar Stunden Schlaf zu kriegen, werde ich mir wohl noch ein B&B für eine Nacht mieten – ich muss nämlich am Montag Morgen um ca. 5.00 Uhr einchecken… das war aber leider die einzige Möglichkeit, um Montag wieder arbeiten zu können und nicht fünf Gazillionen Euro für einen Rückflug am Sonntag zahlen zu müssen.

Am Montag ab 10.00 werde ich also (hoffentlich) wohl behalten an meinem Schreibtisch sitzen.  Im Vergleich zu Morrissey-Reisen in meinen besten Zeiten ist das der reinste Luxus-Trip, also mach ich mir keine Sorgen.

Elsbesen und Frank-Man sind auch dabei, sowie natürlich die ortsansässige Svenja und ein Haus voll kunterbuntem Besuch aus ganz Europa. Wie immer eigentlich.

Freu mich. :-)

*Eine Aussage, mit der ich dann meiner Schuldigkeit auch Genüge getan hätte – die geben ja schließlich nicht umsonst Journalistenrabatte…


Beinahe-Rettungsaktion

Januar 29, 2009

Mein Atem pfeift immer noch…ich musste bei -4 Grad und in nicht dafür geeigneter Kleidung gerade einen Kilometer über Asphalt joggen. Noch vor dem ersten Kaffee.

But let me start from before the beginning…meine Nichte hat gestern bei mir übernachtet und ich hab sie um 9.00 Uhr heute morgen zur Uni gefahren. Auf dem Weg dorthin sahen wir am Westring, einer der am meisten befahrenen Hauptverkehrsadern durch die Kieler Innenstadt, einen kleinen,  schwarzen Hund. Zunächst wollten wir uns totlachen über die Tatsache, dass er oben rum und auch von der Länge her genau so aussah wie unsere Luzie, aber mit nur halb so langen Beinen. Wir hörten auf zu lachen als wir merkten, dass der Kleine scheinz alleine unterwegs war, ohne Halsband und ohne angemessene Aufmerksamkeit für rote Ampeln und fliessenden Verkehr.

Wir sind dann trotzdem erstmal weiter gefahren, ich hab Ni1 an der Uni abgesetzt und bin dann  noch mal denselben Weg zurück, weil mir der verlassene Hund keine Ruhe ließ.

Ich muss kurz einfügen, dass ich ja bekanntermaßen leidenschaftlicher Gelegenheitshundebesitzer bin. Und ich hege den Glauben, dass eines schönen Tages, wenn die Zeit reif für einen eigenen Hund ist, „der Richtige“ zu mir kommen wird, ohne dass ich viel dazu beitrage. Nun, und da hatte ich natürlich die stille leise Hoffnung, dass der Tag gekommen wäre.

Ich also zurück zum Westring, und klar, er lief da immer noch rum und brachte mit seinen kleinen Stummelbeinen und dem viel zu langen Körper den Verkehr dort zum Erliegen. Ich so – rechts ran, rausgesprungen, hinterher gelaufen. Und ich war nicht die einzige. Von der anderen Straßenseite kam ein ca. 25-jähriges Mädel rübergehechtet, das dem Guten auch schon seit einer Weile auf den Fersen war. Wir ihm also hinterher, und das Spiel begann.

Auf Pfeifen hat er sich immer mal kurz umgedreht, nur um dann noch einen Zahn zuzulegen, sich hinter Autos zu verstecken und unerwartete Haken zu schlagen. Und schnell waren diese Stummelbeinchen, man mag’s nicht glauben. Mir kam’s vor, als würde er an jeder Ecke kurz anhalten, sich umblicken, in sich hineinkichern und dann noch mal extra Gas geben. Wir wollten schon aufgeben, als wir schließlich an der Ecke Kronshagener Weg auf einen Typen mit einem kleinen Hund stießen. Der könnte sehr hilfreich sein, so dachten wir, borgten uns Typ und Hund aus und siehe da, der Lütte verlangsamte tatsächlich sein Tempo. Dann stieß noch das Frauchen des zweiten Hundes zu uns und wusste zu berichten, dass der schwarze Teufel wohl Henry hieß, eine Spaziergangsbekanntschaft ihres eigenen Hundes.

Das brachte uns aber kein Stück weiter – pfeifend und „Henry!“ rufend verfolgten wird das Viech nun zu viert mindestens weitere 500 m, bis er schließlich nicht mehr zu sehen war. In der Parallelstraße zu der, in der ich wohne, blieb er verschwunden. Wir wollten uns schon aufteilen und in verschiedenen Richtungen weitersuchen, als uns die gerade tourende Postbotin darüber aufklärte, das Henry  in einem der Hauseingänge verschwunden sei. Und das sei auch nicht weiter verwunderlich, sie würde ihn nämlich kennen und seine Besitzer würden auch in diesem Haus wohnen.

Nach einer halben Stunde Schnitzeljagd bei Eiseskälte also wird es Monsieur zu langweilig und er kehrt einfach heim ins warme Nest, ohne sich bei uns für die Show zu bedanken. Ja super.

Und ich musste noch gut einen Kilometer zu meinem Auto zurücklaufen. Wenn das mal keine Mittelohrentzündung gibt. Tierliebe ist eine wirklich lästige Eigenschaft.