Sachen gibt’s…

Juni 28, 2009

Da soll noch mal einer behaupten, Michael Jackson hätte der Welt nichts hinterlassen. Wir sehen ein vorbildhaftes Beispiel des etwas anderen Strafvollzugs aus einem philippinischen (!) Gefängnis.

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Die Jungs haben allerdings noch mehr drauf…Pointer Sisters z. B. :

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Daran sollte sich die deutsche Justiz mal ein Beispiel nehmen – bei uns müssen die Insassen Tüten kleben und Kugelschreiber klöppeln. Wenn diese philippinischen Gefangenen wieder in die Freiheit entlassen werden, haben sie wenigstens was gelernt, mit dem sich was anfangen lässt.


Arme Welt

Juni 26, 2009

Wow, wieder mal ein schöner Aufreger am frühen morgen…Twitter-Krieg, der mich mal wieder wünschen lässt, diese web2.0-Scheisse wär nie über uns gekommen. Da wird geheult und geklagt über die mediale Abgestumpftheit und emotionale Kälte an der die Welt krankt, und dann begreift man nicht mal, dass man sich mit simplen dummen Sprüchen zu einem Teil davon macht.

Was ist passiert? Ein Popstar ist tot. Michael Jackson, 50 Jahre alt, was ziemlich früh ist für Herzversagen. Persönlich trifft mich das nicht weiter, ich mochte ihn mal für zwei Stunden als ich 14 war, finde aber einige der Songs höchst genial, kann seine außergewöhnliche Begabung anerkennen und mich auch noch lebhaft an das Mega-Konzert auf dem Kieler Nordmarksportfeld vor drölfzig Jahren erinnern. Ansonsten hat dieser selbst proklamierte King of Pop in meinem Leben keine Rolle gespielt.

Aber wenn ich diese herzlosen vermeintlichen Gags bei Twitter lese und mir vorstelle, das wäre Morrissey über den jetzt diese Gags gerissen würden, krieg ich eine tierische Wut. Gerade diese angebliche web2.0-Elite, diese ach so aufgeklärten Netztrendsetter die immer so unglaublich weit vorne sind im Informationszeitalter. Gerade die. Ist das jetzt die neue Art von Coolness? Witze über Krankheiten, Kriege, tote Leute? Muss man das machen, nur um den Anschein zu erwecken, man wäre aufgeklärt und würde über dem ganzen Medienrummel immer ganz locker drüberstehen? Ich weiß es nicht, erklär es doch mal einer. Würden diese gleichen Leute auch auf eine Beerdigung gehen und der trauernden Familie ein paar Schenkelklopfer um die Ohren hauen?

Womöglich liegt der Unterschied auch darin, dass ich weiß, wie sich Trauer anfühlt. Dass ich im Gegensatz zu diesen kleinen Pussies in ihrer heilen Zuckerwattewelt weiß wie es ist, wenn das Telefon klingelt und deine Welt aus den Angeln hebt. Vielleicht. Vielleicht bin ich von Natur aus auch einfach mitfühlender, denn auch vor dem Tod meines Vaters wäre es mir nie eingefallen, Witze über frisch Verstorbene zu machen, weder ins Gesicht noch in den weiten Raum des Social Networking. Warum verleitet der vermeintliche Sicherheitsabstand durch das Internet manche Leute dazu, das zu tun? Scheiss-Welt, wo so was jetzt zum guten Ton gehört, echt.

Klar ist dieser Mann mit seiner Geschichte eine Riesensteilvorlage für Witze – und es wird auch eine Zeit geben, wo ich darüber selbst wieder lachen kann. Aber Leute doch nicht HEUTE schon und auch nicht die nächsten Wochen. Denn jemand der Gazillionen Platten verkauft hat wird auch irgendwo Fans haben und für die fühlt sich jeder dumme Spruch an, als würde man das Messer noch mal rumdrehen. Dass man so was überhaupt mit erhobenem Zeigefinger sagen muss, ist schon ein Armutszeugnis.

Ich beteilige mich jedenfalls nicht an dieser Leichenfledderei. Sollen sich doch die Medien, Plattenfirmen, Promoter und emotionslose Internet-Spastiker auf den kalten Körper stürzen um noch ein paar Geschichten, Dollar und Gags aus Michael Jackson rauszuquetschen. Ich lehn mich zurück und sag hier ein einziges Mal: Armer Mann, krasses Leben, geile Platten, traurig für Familie & Fans und schade um diesen genialen Musiker, der seinem Umfeld und seinem eigenen übergroßen Schatten zum Opfer fiel.


Fragen-Stöcki

Juni 25, 2009

Damit hier nicht Verwesungsgerüchte aufkommen, poste ich zwischendurch mal ein Stöckchen, dass ich schon länger von Aquii hier im Archiv rumliegen habe. Hier kurz die Regeln:

1. Beantworte die Fragen und füge sie auf deinem Blog ein.
2. Ersetze eine Frage, die du nicht magst durch eine neue und füge zusätzlich eine neue hinzu.
3. Tag 8 weitere Leute.

Los geht’s…

Welches Parfum nutzt du zur Zeit? Ralph Lauren Romance.

Song des Tages? One more timeDaft Punk

Von wem war dein erster Anruf heute? Druckerei.

Was ist dein Highlight des Tages? Die tägliche Autofahrt nach Bad Segeberg:  Musik an, Fenster bzw. Dach runter, Kaffee dazu und gib ihm!

Was willst du unbedingt lernen? Noch eine Sprache. Liebäugle aus gegebenem Anlass mit Norwegisch.

Was hast du zuletzt gekauft? Klamotten in Manchester, ganz viel. Inklusive zwei Bootleg Morrissey-Shirts.

Was ist dein Lieblingswetter? Sonniger Frühlingsmorgen, angenehme 20 Grad.

Was ist momentan dein wichtigstes Ziel? Das aktuelle Lebensniveau zu halten.

Wenn du ein komplett eingerichtetes Haus irgendwo in der Welt bezahlt bekommen würdest, wo würdest du es hinhaben wollen? Irgendwo ans Meer, womöglich sogar in Kiel. Home is where the heart is.

Was würdest du, wenn du könntest, an dir ändern? Meine Schusseligkeit, die nervt niemanden mehr als mich.

Wenn du für die nächsten Stunden irgendwo auf der Welt sein könntest, wo wärst du gerne? Zu Hause im Bett.

Was ist dir an Freunden wichtig? Loyalität, Verbindlichkeit, Humor.

Wen würdest du gerne mal treffen? Morrissey, Brendan Fraser, Barack Obama, Münte (um ihm mal ordentlich die Meinung zu geigen.)

Was ist dein Lieblingsstück in deinem Kleiderschrank? Meine Lederjacken.

Was ist dein Traumjob? …eigentlich…meiner :-) Bis auf seltene Ausnahmen, da wär ich dann doch lieber Rockstar oder Privatier.

Welche sind deine Lieblingsbands? The Smiths, The Killers, Arctic Monkeys, a-ha, ABBA und ganz viele mehr…

Drei Dinge, die dir ein Lächeln auf’s Gesicht zaubern?
Komplimente, Sonnenschein, Erinnerungen.

Was ist deine Lieblingsgroßstadt? Hamburg

Was ist deine Lieblingsserie? Lost

Was hast du gerade an? Nadelstreifenhose, schwarzes Top, schwarzes Jacket mit weißen Abnähern.

Was ist dein Lieblingsbuch? Der heilige Gral und seine Erben.

Dein Mittagessen? Oliven, Schafskäse, Ananas.

Wann hast du heute Feierabend? Gegen 18 Uhr, dann schön ab auf die Kieler Woche zu Maybebop mit meinen Mädels.

Welche Farbe hat die Bettwäsche, die grad aufgezogen ist? Schwarz-Weiß.

Welche Tintenfarbe hat dein Lieblingsstift? Schwarz.

Was würdest du mit 5000 € machen? Eine Dachterrasse bauen.

Bist du eher der Typ, der sich nie an seine Träume erinnert, oder der, der sehr intensiv träumt? Sehr intensiv – ich erinner mich, als hätte ich einen Film gesehen, lache und weine im Schlaf und erzähl auch schon mal was.

Würdest du etwas in deiner Vergangenheit ändern, wenn du die Macht und Möglichkeit hättest? Nicht an meiner, aber an der gewisser anderer Menschen.

Welches PC-/Videospiel hat Dich extremst begeistert? Vor einem Jahr hätte ich noch gesagt „keins“, aber dann traten die Wii und Guitar Hero in mein Leben…

Auf welche deiner guten Eigenschaften könntest du am ehesten verzichten? Auf meine Sensibilität, die ist meistens nur für andere gut.
So, der Regel Nr. 3 entziehe ich mich schon mal freimütig, ich werfe das Stöcki wie immer einfach hoooooch in die Luft und es möge aufsammeln, wer vorbeikommt und mag…


Becki und Torben – uncovered!

Juni 19, 2009

Jaajaajaaaa nu isses raus – nach über einem Jahr wilden Spekulationen, Rätselraten und Schmunzeln haben sich Becki und Torben geoutet:

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Also, an dieser Stelle: DAUMEN HOCH, Applaus und herzlichen Glückwunsch für eine mehr als einjährige, köstliche Verarschung der gesamten deutschsprachigen YouTube-Gemeinde! Ich hab wirklich Hochachtung vor diesen Beiden angesichts der Prügel, die sie einstecken mussten…ja gut, von 14-jährigen nur halb-deutschsprachigen Bushido-Fans, aber immerhin. So viel Durchhaltevermögen gehört bundesverdienstbekreuzt und so viel Humor mindestens mit einem Comedy-Preis ausgezeichnet…

Hach, wenn doch nur alle Teenies so cool und kreativ wären… schade, dass es jetzt vorbei ist!


Mizzie goes back to dear old blighty, pt 1

Juni 10, 2009

Ich hab’s endlich geschafft – anbei die Filmversion meines kleinen Reiseberichtes von dem kürzlichen England-Kurztrip. Und heute lernen wir sogar was: Nämlich, wie eine Waldorfschule in England aussieht, dass alle Engländer dem Wahnsinn anheim fallen, sobald sie im Auto sitzen (schwerpunktmässig auf den engen Straßen des Südens), und warum die Nachricht, dass Red Bull seine Cola vom Markt nehmen musste eine echte Katastrophenmeldung für mich war…

Außerdem bekommt ihr einen Eindruck von Morrissey – ich habe ein paar schöne Momente vom grauhaarigen Kasperkopp eingefangen und womöglich könnt ihr ansatzweise verstehen, warum ansonsten intelligente, halbwegs vernunftbegabte und abgeklärte Menschen wie Elsbe und ich diesem Mann lebenslang verfallen sind. Ja nee, gut, werdet ihr nicht. Und ja – bevor einer nölt: Mit der Bildqualität des Konzertmitschnitts werde ich sicherlich keinen MTV-Preis gewinnen, aber darum ging es ja auch nicht… Es ging darum, einen ganz kleinen Einblick in die Leidenschaft, den Wahnsinn, den Rausch eines Morrissey-Konzertes zu geben.

Freitag ist übrigens schon wieder eins – in Berlin :-)

Und nu, wie immer – viel Spaß! Teil 2 kommt…naja irgendwann, wenn ich Zeit dazu hatte.

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Uwe geht zu Fuss

Juni 3, 2009

Ich könnt es mir jetzt einfach machen und sagen „Los Leute, kucken!“ oder gar „kaufen!“. Aber vielleicht erzähl ich doch noch mal was…

„Uwe geht zu Fuss“ ist laut Regisseur Florian von Westerholt ein „Low budget, big heart“-Film: Die Geschichte über den Heikendorfer Uwe Penzel, der 1943 mit dem Down Syndrom geboren wurde und damit zu den ältesten Deutschen mit diesem Gendefekt gehört. Die Geschichte handelt aber auch von der Gemeinde Heikendorf und dem selbst verständlichen, natürlichen und liebevollen Umgang mit Uwe. Uwe ist 1. Betreuer des lokalen Fussballvereins, Löffelträger der Heikendorfer Knochenbruchgilde, Mitglied der Laientheatergruppe und war einst, als er noch etwas mobiler war, einer der begehrtesten Tanzpartner weit und breit. Darüber hinaus ist er vor allem ein guter Freund von nahezu jedem der 8.000 Einwohner des Dorfes am Ufer der Kieler Förde.

Soweit zum Inhalt…was sich schwer beschreiben lässt, ist die Wärme, die der Film vermittelt. Wann kommt man schon mal  aus dem Kino und fühlt sich so richtig erfüllt? Gut, die Tatsache dass beinahe jeder, der in dem Film vorkam, inklusive der Hauptperson Uwe, mit im Kino sass, hat natürlich zur Atmosphäre beigetragen.

Vor allem aber hat der Film einen dieser wenigen, wertvollen Momente geschaffen, in denen man daran erinnert wird, was wirklich wichtig ist: Familie, Freunde, ein Zuhause und sich noch an einfachen Dingen erfreuen zu können. Inmitten der Jagd nach Anerkennung, Steuervorteilen und  Anschaffungen mal innezuhalten und die Magie des Augenblicks wahrzunehmen. Die Maßstäbe anderer Menschen anzuerkennen, auch wenn man sie nicht unbedingt teilt. Zu erkennen, dass in einer kleinen Welt aus Schützenfesten, Kreisligafussballspielen und sonntäglichen Spielmannszügen so mancher mehr Glück findet als Andere, die auf ihrer Suche nach Glück um die ganze Welt gehetzt sind.

So könnt ich jetzt noch Stunden weiterschreiben… aber ich sag nur noch mal „Kucken!“ oder „Kaufen und Kucken!“ und dann bin ich mal gespannt, ob der Film auf Leute ohne Waldorf-Vergangenheit und erhöhten Sentimentalitätsspiegel die gleiche Wirkung hat. Für Kieler oder Kiel-Fans ohnehin ein Muss, aber auch sehenswert für Leute, die echte Geschichten über echte Menschen mögen.

Morgen gibt’s den Film noch mal im Metro zu sehen, danach ist irgendwie unklar, wie es mit ihm weitergeht, zumindest was öffentliche Aufführungen angeht. Aber, wie gesagt, man kann ihn auch kaufen. Jetzt los!

Danke an Andre der mich mit diesem Beitrag auf den Film aufmerksam gemacht hat und meine Chorfreundin Yvette, die mich zur Premiere mitgenommen hat.


Mo’ Mizzie – oder: Mizzie oben ohne durch Norddeutschland

Juni 2, 2009

Die Ereignisse geraten chronologisch jetzt etwas durcheinander…der England-Film braucht noch etwas, ist schon recht aufwändig zu schneiden, vor allem, weil ich zwei Versionen brauche – eine für’s Internet und eine für nicht für’s Internet, ihr versteht…

Hier aber erstmal die Doku-Soap von dem wunderbaren Tag, an dem ich meinen neuen besten Freund aus seiner Geburtsstätte abholte. Euch erwartet das übliche Gelaber, viel Amüsantes, wenig Informatives oder gar Lehrreiches und zum Schluß sogar noch ein Abstecher in meine neue Hood.

Viel Spaß!

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Ganz einfach

Juni 1, 2009

Man nehme 3  einfache Elemente, um in einen Zustand akuter ekstatischer Lebensfreude zu geraten:

1.) eine schöne Landschaft im Sonnenschein (z. B. Ostholstein),

2.) ein Cabriolet das einen

3.) mit der Lieblingsmusik beschallt.

Fertig ist der perfekte Moment.

(P. S. Abholfilm ist in Arbeit :-) )