Strangeways, here we come

Wow…zum ersten Mal an diesem Tag Ruhe. Zum ersten Mal seit Tagen Ruhe.

Die Reise war mal wieder all it was cracked up to be… eine schöne Zeit mit Freunden gehabt, Zeug geshoppt, Eindrücke genossen, ganz viel gelacht…und zwei wunderbare Morrissey Konzerte gesehen. Ich bin immer wieder dankbar dafür, dass der Alte uns dieses Refugium schafft – Tage auf Morrissey Tour sind Tage außerhalb von Raum und Zeit, irgendwie… Auf Morrissey Tour zählt nur das, was sich innerhalb dieses kleinen Kosmos abspielt. Alles andere bleibt draußen. Ich kenne Leute, die sich in dieser Welt so verfangen, dass sie in der wirklichen Welt nicht mehr klarkommen. Das würde ich nicht wollen…aber immer mal so ein paar Tage abtauchen gibt Kraft für den Rest.

Also…schön, dass wir Morrissey haben. Ich würd’s ihm ja gern mal sagen, aber welche Worte könnte ich schon finden die er nicht schon eine Million Mal gehört hat? Ich glaub er weiß schon, was er seinen Kindern bedeutet. Am Freitag Abend – seiner Geburtstags Show – hat er an einer Stelle, als der Wahnsinn in der Mosh Pit seinen Höhepunkt erreichte und das wild brausende Meer aus Armen, Schweiss und glänzenden Augen vor ihm wogte, weit die Arme geöffnet und mit einem, wie Elsbe berichtete, wahrhaft entzückten Gesichtsausdruck „my children!“ gerufen. Wunderbarer Moment. Er kann genau so wenig ohne uns wie wir ohne ihn. Irgendwann wird er aufhören, aber daran mag ich noch gar nicht denken. Es ist einfach zu schön, sich ab und zu noch mal wie 16 fühlen zu dürfen.

Was war noch? Unsere Freundin Svenja, die uns ein paar Tage Heimstatt bot (immerhin 8 Leute insgesamt), hat vier Katzen. Was die für einen Lärm machen können! Bevorzugt natürlich nachts und begünstigt durch die erhöhte Materiallebendigkeit englischer Bausubstanz. Trotzdem süß…eine davon hat immer bei mir unter der Decke geschlafen wie eine pelzige Wärmflasche. Und der Entschluss steht nun fest: In der neuen Wohnung gibt’s zwei Katzen. Also bei Mizzie demnächst qualifizierten Katzen-Content.

Die überschäumende Schönheit englischer Landschaften im Frühling macht mich immer wieder sprachlos. Und davon hab ich ja nun genug gesehen innerhalb der 700 Kilometer, die ich abgerissen habe. Ob nun das Dschungelgrün und die sanften Hügel von Sussex oder die rauhe, kantige Schönheit des Nordens… zu schön. Vielleicht überleg ich mir das doch noch mal mit Südfrankreich und opte lieber für eine kleine Cottage in der Nähe des Meeres in Südengland. Für später, wenn ich mit Bücher schreiben anfange. Inspiration ist in jedem Winkel dieser Landschaft.

Natürlich hab ich auch diesmal wieder Filmmaterial eingefangen, allerdings diesmal eher spärlich. Ich werde trotzdem versuchen, was nettes, kleines zusammenzuschneiden. Vielleicht über Pfingsten. Dafür gibt’s dann zusätzlich auch bald den Autostadt-Film, am Donnerstag hol ich nämlich das Spaßmobil ab.

Also, stay tuned. Dann seht ihr’s, den Mayhem eines Morrissey Konzertes und die entzückende Schönheit von England.

Eine Antwort schreiben