Im Auge des Taifuns

März 31, 2009

Zum Glück wird einem so was nicht angekündigt, sonst würde man schreiend und vor Angst schlotternd vor solchen Zeiten davonlaufen und so womöglich die besten Chancen im Leben verpassen…

Was Anfang des Jahres noch ein zartes Knösplein war, hat mein Leben mittlerweile völlig infiltriert.

Am vergangenen Donnerstag hab meinen Gesellschaftervertrag unterschrieben und bin nun 20 % des Verlags- und Kommunikationsablegers von einer der größten Ärztevertretungen unseres Landes. Und mit Landes meine ich dann mal nicht Schleswig-Holstein, sondern tatsächlich…hier, dingens…wie heißt es noch…Schland. Darüber hinaus wurde ich zum Head of Alles dieses Unternehmens befördert, ein Job, für den ich weder qualifiziert bin, noch auf den ersten Blick dafür geeignet scheine. Aber ich vertraue auf meine allzeit bewährte Eigenschaft, mit meinen Aufgaben zu wachsen. Außerdem werden sie sich schon was dabei gedacht haben – denn wo Mizzie draufsteht, ist ja nicht nur Mizzie drin sondern auch die Person, die sich draußen in der realen Welt diesen Weg geebnet hat.

Und wo er von jetzt an hinführt…wer weiß das schon. Meine Karten wurden neu gemischt.

Wahrscheinlich gibt es überhaupt keine aufregendere Zeit als jetzt, um eine Stelle in einer der Schalt- und Waltzentralen des Gesundheitswesens einzunehmen. Es reicht ein Blick in die Presse dieser Tage und jeder, der halbwegs im Thema ist, merkt… Die Bataillone formieren sich! So blumig drückt es immer der Marketingmensch eines Schwesternunternehmens aus, und was soll ich sagen – er hat Recht! Im Herbst (Bundestagswahl) wird zum Sturm auf die Bastille geblasen und wer is mittendrin – nein – vornewech?

Die Mizzie. Das Kitten. *fauch*

Mit mindestens einem weinenden Auge gebe ich natürlich meine Freiberuflichkeit auf. Allerdings ist das mit der Freiberuflichkeit oftmals auch Augenwischerei – netto kann man nur freier über seine Zeit verfügen, sonst nüscht. Und das aufzugeben ist ein geringer Preis für das, was ich dafür bekomme.

Und als wenn das nicht genügt an Aufregung, hab ich mir jetzt auch noch das mit der Wohnung ans Bein gebunden. Die Lauferei, bis so ein Vertrag zustande kommt, dann renovieren, umziehen, weiter renovieren. Ganz schön viel für eine einzelne Mizzie, aber ich hab’s ja nicht anders gewollt.

Was die Freude etwas trübt: Bei all dem, und das kann ein noch so triumphaler, schöner oder krasser Moment sein,  hab ich immer diese kleine Stimme im Ohr die sagt…: „wenn Papa das bloß noch erlebt hätte.“

Aber das Leben schlägt einem eben Schnippchen. In beide Richtungen.


Entscheidungshilfe

März 27, 2009

Hach…kuckt mal:

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Ich weiß, so sieht es noch nicht so eindrucksvoll aus…aber wir haben ja nun auch noch Winter. Aber das da, das ist die Kieler Förde. Und die Perspektive wäre der Blick aus dem Schlafzimmerfenster meiner neuen Wohnung. Sofern ich denn zuschlage.

Die Wohnung müsste allerdings noch ordentlich umgebaut werden, bis sie so ist, wie ich sie haben will. Und so was kennt man ja…man kalkuliert und leiert der Bank Summe X aus den Rippen, und am Ende isses dann doch Summe Y.

Aber ist das nicht herrlich? Stell euch mal vor, im Sommer…*seufz*

Und kuckt mal, das ist die Gaube im Wohnzimmer:

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Das Fenster ist, wie ihr seht, auf Kniehöhe…hab mir schon ausgemalt, wie ich mir da mit einem Riesenhümpel Sitzkissen  eine Kuschelecke einrichte -  wenn man dann drin versunken ist, kann man nur noch die Förde sehen, sogar ohne diesen Schuhkarton da (ist ein Seglerheim, könnte schlimmer kommen).

Aber die Umbauliste ist mächtig…aus einer Küche muss ein Bad werden, aus einem anderen Bad eine offene Küche, ein weiteres Bad muss renoviert und zwei Wände versetzt werden. Außerdem neue Bodenbeläge in der gesamten Wohnung. Für die perfekte Abrundung, und wenn dann noch Geld über ist, noch zwei zusätzliche Oberlichter.

Mächtig. Allerdings hätte ich dann auch eine Traumwohnung, aus der ich wahrscheinlich nie wieder ausziehen will.

Einen Balkon hat die Wohnung leider nicht – ist mir unbegreiflich, wie man in der Lage ein Haus ohne Balkone bauen kann. Allerdings ist das insofern undramatisch, als dass man auf ziemlich kurzem Dienstwege aufs Dach steigen kann, wie mir der Verkäufer überzeugend demonstrieren konnte.

Ich seh mich da schon sitzen,  im Sommer, aufm Dach, im Sonnenuntergang, mit dem guten Roten und der Genießerzigarette in der Hand…und im Winter in meiner Kuschelecke liegen, während die Lichter vom Ostufer rüberglitzern und hinter mir der Ofen prasselt. Hach.

Ich überleg noch…aber ich denke es wird schon klar, wohin die Richtung geht. :-)

Auf ins D.I.Y.-Abenteuer? Los, sagt mir was ich hören will!


Assoziations-Stöcki

März 25, 2009

Kuckt ma, hab ich bei Tina aufgesammelt – also mal so ganz spontan…

Wenn ich nicht ich wäre, wäre ich

ein Monat: Mai
ein Wochentag:  Samstag
eine Tageszeit:  Später Vormittag bis Mittag
ein Planet: Pluto
ein Meerestier:  Orca-Wal (geliebt und gefürchtet und schick schwarz-weiß ;-) )
eine Richtung:  Vorwärts, aber im zick-zack
eine Zahl:  eine 7, ganz klar
ein Kleidungsstück: Trenchcoat
ein Schmuckstück: ein Daumenring aus gebürstetem Silber
eine Kosmetik:  Shiseido
eine Blume oder eine Pflanze:  Orchidee
eine Flüssigkeit:  Quellwasser
ein Baum:  Birke
ein Vogel:  Nachtigall
ein Möbelstück: Eye Ball Sessel
ein Wetter:  heiter und mild, aber mit lauem Wind
ein mythisches Wesen:  das letzte Einhorn
ein Tier:  na was wohl? Ne Katze natürlich.
eine Farbe:  Purpurrot
ein Element:  Von allen ein bißchen, aber wohl überwiegend Luft
ein Auto:  ein Porsche Spider
ein Lied:  Now my heart is full ( bei dem Konzert war ich! :-) )
ein Film:  Herr der Ringe – Die zwei Türme
eine Filmfigur: Würd gern sagen Legolas, aber wahrscheinlich doch nur einer von den Hobbits. Aber dann der Ringträger.
eine Stimmung:  Zuversichtlich in die Zukunft blickend mit melancholischem Blick zurück
ein Körperteil:  Hm. Hände.
ein Gesichtsausdruck:  Lächeln mit einer runtergezogenen Augenbraue
ein Schulfach:  Deutsch
ein Gegenstand:  multifunktionale Küchenmaschine
ein Wort:  Quintessenz
ein Körpergefühl:  das nachm Sport – gelöste Frische?
ein Knabbergebäck:  Taccochips mit Käsedip :-)
eine Sportart:  Segeln
eine Droge:  Heroin
ein Getränk:  Erdbeer-Smoothie :-)
eine Eissorte: Caramel Chew Chew
eine Stadt:  Stockholm
ein Märchen:  Der Wolf und die sieben Geisslein (aber so, wie mein Vater es immer erzählt hat – die Mutter knattert aufm Moped weg usw.  :-)   )
ein Spielzeug:  Carrera-Bahn
ein Land: Irland


Die Magie der Bilder

März 20, 2009

Herbert List war ein Hamburger Fotograf, ausgestattet mit der Gabe, berauschende  Schönheit in ganz simplen Dingen einzufangen. Normale Menschen wurden zu Göttern, Alltagsgegenstände zu Designobjekten.

Sein besonderes Augenmerk als Foto-Künstler galt jungen Männern, der homoerotische Aspekt dieser Bilder war durchaus beabsichtigt. Aber wen wundert’s, dass sich auch meinereinst für diese Bilder begeistern kann…seht selbst.

(Bilder gehören dem Estate of Herbert List)

Ein anderes schönes Fundstück hat mich heute morgen beim Studium der Süddeutschen begeistert:  Dem Schweizer Fotograf Matthias Willi ist es gelungen, eine ganze Armada der größten Rockstars unserer Zeit direkt nach einem Auftritt vor die Linse zu bekommen. Ein paar davon, z. B. Adam Green, sehen immer noch aus wie aus dem Ei gepellt, andere – Iggy Pop, Queens of the Stone Age, Juliette Lewis – tatsächlich wie Krieger nach einer geschlagenen Schlacht, wie der Sprecher so schön sagt…kuckt euch unbedingt diese Slideshow an.

rockstars


Ein Stück altes Kiel zum Schnäppchenpreis

März 18, 2009

Unsere schöne, schrullige kleine Landeshauptstadt wird sich in den nächsten Jahren daran machen, das durch den Tourismus in die Kassen gespülte Geld möglichst sinnvoll wieder zu verbraten. Für den neuen Fährterminal der Schweden-Linie und die viel gerühmten Germania-Arkaden sind bereits die ersten Spatenstiche erfolgt. Streit gibt es wohl noch um die Rathaus-Galerie, und zu einem weiteren Projekt habe ich bis jetzt nur unbestätigte Gerüchte gehört – es ist wohl so, dass es Pläne gibt, irgendwelche total durchgedrehten Investoren dazu zu bringen, ein weiteres Einkaufszentrum zu bauen das die komplette rechte Seite des oberen Endes der Holstenstraße einnimmt, genauer gesagt vom heutigen Leik bis zu Karstadt. Für diejenigen, die Kiel nicht kennen: Das ist viel.

Nun erscheint mir das einerseits wie der totale Wahnsinn…denn nur, weil man noch mehr Geschäfte baut, erhöht sich ja nicht die Kaufkraft einer Stadtbevölkerung. Andererseits ist es wohl so, dass man versuchen will, zumindest einen Teil der Kaufkraft wieder aus dem in der Vorstadt errichteten Citti-Park zurück in die Innenstadt zu ziehen. Ein mutiges Vorhaben, immerhin kann dieser drölf Gazillionen kostenlose Parkplätze für sich verbuchen.

Darüber hinaus hätte eine solche Passage natürlich einen Standortvorteil, was die Ausnutzung der Touristenströme angeht: Die Schwedenlinienpassagiere und alle, die mit ihrem Kreuzfahrtschiff am Ostseeterminal anlegen, müssen nur betrunken von der Gangway fallen, um im Shopping-Paradies ihrer Träume zu stehen.

Sei’s drum. Die machen das eh wie sie wollen, mich fragt ja keiner. Würde man es doch tun, würde ich für den Erhalt und die Förderung der kleineren Einzelhandelsgeschäfte hier oben plädieren. Ein Konzept, das sich im Falle der Holtenauer Straße voll bewährt hat.

Hier oben? Ja. Es ist nämlich justamente so, dass ich mein Büro auf der LINKEN Seite des oberen Endes der Holstenstraße habe und somit Anwohner bin. Natürlich interessiert mich, was hier passiert. Allerdings gebe ich mein Büro in wenigen Monaten auf, was von Vorteil sein könnte, wenn sich das hier in eine monatelange Großbaustelle verwandeln sollte.

Heute habe ich einen der ersten Dominosteine, die im Zuge der Bauplanung fallen werden, das erste Mal seit langem wieder von innen betrachtet. „Der obere Karstadt“ ist in Kiel ein so genanntes „Traditionshaus“. Ich könnte es jetzt googlen um rauszukriegen, wie lange der schon da steht. Aber ich lass es. Auf jeden Fall schon länger als ich auf der Welt bin. Es gehört nämlich zu meinen frühesten Kindheitserinnerungen, an der Hand meiner Mutter auch den letzten Winkel dieses Kaufhauses zu durchstöbern. Hier ging ich auch das erste Mal verloren, so daß meine Ma über die Lautsprecheranlage ausgerufen werden musste. Hier wurde ich das erste und letzte Mal beim Ladendiebstahl erwischt (Strafe ist abgesessen, deshalb erzähl ich das hier so fröhlich). Kurzum: Der alte Karstadt ist für mich ein Sinnbild der Stadt, in der ich (wenn auch ungern) groß geworden bin.

Wenn man, wie heute geschehen, durch das Warenparadies stromert merkt man, dass das Kaufhaus in den letzten Zügen liegt. Das ist sicherlich nicht nur eine Folge der Stadtplanung, sondern auch der – wie erwähnt – abgezogenen Kaufkraft, der Wirtschaftskrise und womöglich auch der Ausblutung durch den eigenen Konzern – ein größeres, schöneres Karstadt befindet sich nämlich am anderen Ende der Holstenstraße. Trotzdem ist es deprimierend, die langen Gesichter hinter den Kassen zu sehen. Auf zwei Etagen gibt es mittlerweile nur noch Ramschware in Grabbelkisten. Im Rest des Hauses ist die sonst für Karstadt typische liebevolle Präsentation irgendwie untergegangen.

Was ich auch noch vermissen werde, wenn das Geschäft eines Tages nicht mehr da ist: Nur bei Karstadt (gut, vielleicht noch bei Ikea) passiert es mir, dass ich nie das finde was ich haben wollte und stattdessen mit Zeugs zurück komme, von dem ich nie wusste, dass ich es haben wollte…starring today – nicht gefunden: Jamie Cullum CD, 1 x Salat zum Mitnehmen. Gefunden: 1 Poncho, 1 gepunktetes Halstuch. Schnäppchen halt, die gibt’s natürlich in einem ausblutenden Geschäft noch und nöcher.

Aber genug genölt: Letzten Endes begrüße ich natürlich das Ansinnen, Kiel attraktiver zu machen, auch wenn ich es nicht unbedingt immer richtig kanalisiert sehe. Streng genommen kann man es aber nur besser machen, als es in Kiels dunkelster Bauphase – von 1945 an bis ungefähr letzte Woche – geschehen ist. Bin gespannt, wie unsere hässliche, liebenswerte kleine Stadt in 10 Jahren aussieht.

Übrigens habe ich mich in den frühen Tagen dieses Blogs schon mal ausführlich zum Thema Kiel ausgelassen, wer das noch mal nachlesen möchte, der möge doch rechts auf das Laberlabel  „Kiel“ klicken.


Rock’n'Roll mit Becki und Torben

März 16, 2009

Viele windige Geister wie ich fragen sich dieser Tage, wann eines der großen youtube-Mysterien aufgedeckt wird – wer steckt hinter Becki und Torben? Die Junge Union? Der Hersteller bunter, alkoholhaltiger Getränke? Eine hippe Klamottenmarke? Eine Haarpflegeserie? Oder doch die Kirche?

Letzteres wäre schon zu platt, mind you…Erstaunlich finde ich auch, dass „wer-auch-immer“ diesem viralen Projekt mehrere Monate Zeit gibt zu wachsen. Die ersten Filme aus dem BeckiUndTorben-Channel stammen immerhin schon aus dem letzten Herbst.

Fast egal eigentlich – ich finde diese Beiden amüsant und beim ersten Mal kucken wäre ich fast drauf reingefallen. Wäre da nicht dieses letzte Quentchen Unnatürlichkeit, dass sich aus zu gut einstudierter Natürlichkeit generiert.

Aber seht selbst….

Direktlink BeckiUndTorben-Channel

P.S. Am aller-ALLERgeilsten sind eigentlich die Kommentare bei youtube – wenn Doofheit weh tut, dann möchte ich gar nicht wissen wie viel einige dieser Leute zusätzlich in die Pharmaindustrie pumpen…die Macher müssen sich jeden Tag krank lachen.


Mitten in Roland und Rita ihr sein Leben

März 11, 2009

This may be old…aber ich arbeite ja bekanntlich viel und komm nicht oft raus, deshalb ist es bis jetzt an mir vorübergegangen.

Meine knapp bemessene Freizeit versuche ich, mit dem geringstmöglichen Einsatz an Aktivität zu verbringen – eigentlich weniger körperlich gesehen als vielmehr mental. Deshalb hab ich mich im Laufe meines Erwachsenenlebens zur bekennenden Trash-TV-Kuckerin entwickelt. Der Trash-TV-Channel meines Vertrauens ist Pro7, der läuft irgendwie…ständig. Halt immer so nebenbei dudelt die Kiste vor sich hin. Außer in den seltenen Fällen wo ich mal gezielt was anderes woanders sehen will.

Aber der ganze andere Nebenbeikuck-Scheiss auf anderen Sendern (Bauer sucht Frau, Super-Nanny etc.) geht auf die Art und Weise oft an mir vorbei. Es ist meinen wunderbaren Freunden mit ähnlich schlechten Freizeitangewohnheiten zu verdanken, dass ich dieses Stück großer Trash-TV-Historie, ja, möchte fast sagen – die Krone dieser kranken Schöpfung nicht komplett verpasst habe.

RTL, wir danken dir. Du bringst uns Freude. Und die Doku-Soap „Mitten im Leben“, die uns neugierige Blicke in das Leben deutscher Primaten gewährt. Achtung, diese Leute sind KEINE bezahlten Schauspieler, die sind echt. Und am aller, aller, ALLERALLERschlimmsten finde ich ehrlich gesagt die Geräusche, die die Beiden beim Knutschen machen. Das ist wie Kreide auf ner Tafel.

Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs, seht selbst….

Direktlink

Das war Teil 1…und wenn ihr von Rita und Roland nicht genug bekommen könnt, schaut euch noch Teil 2 – 5 an bei youtube. Ich hab’s nicht geschafft, und ich bin einiges gewohnt. Aber ich frag mich schon, ob sich Roland mal vergewissert hat, dass seine Rita wirklich eine Frau ist.


Wege aus der Krise

März 9, 2009

Harte Zeiten wie diese bedürfen der Reanimation völlig aus der Mode gekommener Eigenschaften – z. B. Vielseitigkeit:

ss851015

(gesehen im Knooper Weg, Kiel)

Zum Thema Blogferien noch ganz schnell: Das war mein Weg aus einer persönlichen Internet-Krise. Wenn man merkt, dass der eigene Selbstwert plötzlich vom Feedback virtueller Freunde abhängt und die Frage „seit wann interessiert dich eigentlich so sehr, was andere Leute von dir denken?“ immer lauter durch die Gehirnwindungen schallt, dann wird es Zeit, sich mal auf Null zu stellen und auf Abstand zu gehen. Denn dann hat man nicht das Internet konsumiert, sondern umgekehrt, das Internet einen selbst.

Mein web2.0-Konsum hat sich jetzt wieder auf ein normales Maß eingependelt und auch Inspiration will sich gelegentlich wieder einstellen. Aufgrund beruflicher Verwerfungen wird sich hier trotzdem einiges ändern müssen, das ist halt so.

Dafür hab ich ein neues Lieblings-Blog: Monsterdoc! Ihr wisst, nä? Ärzte mit Gitarren, das ist für mich ja quasi das Beste aus zwei Welten. Könnte nur getoppt werden von einem Arzt am Klavier mit Silberblick, aber das, liebe Freunde, ist eine zu lange Geschichte…

Na jedenfalls, Mizzie is back.  Gelegentlich.