George W. Bush ist nun schon fast eine Woche Geschichte. Bestimmt wird er uns aber als Witzvorlage noch viele Jahre, womöglich bis in alle Ewigkeit, viel Freude machen.
Was hoffentlich genau so wenig in Vergessenheit gerät, sind die Verbrechen und sträflichen Unterlassungen, durch die er dazu beigetragen ist, dass die Welt heute ist, wie sie ist.
Um die Ereignisse am 11. September 2001 gibt es ja eine Menge Verschwörungstheorien über die Verstrickungen der US-Regierung, der Geheimdienste, Illuminati etc. So absurd und an den Haaren herbeigezogen diese auch teils sind, so zeigen sie doch eins eindeutig auf – dass uns von offizieller Seite nicht das berichtet wurde, was tatsächlich passiert ist. Zu groß sind die Lücken in der Beweiskette, zu herbeigeredet die Tatsachen. Damit will ich mich jetzt nicht in die Reihe derer einreihen, die mit dem Flammenschwert auf George Bush als Täter zeigen – aber man muss doch schon öfter mal laut fragen, warum denn nicht die wahre Geschichte erzählt wird. Wer Unwahrheiten erzählt, hat doch was zu verbergen – oder nicht?
Ich will euch jetzt mal nicht in den Strudel hineinziehen, in den man geraten kann wenn man bei youtube „911″ als Suchwort eingibt. Aber ein Fundstück finde ich hier ganz zeigenswert, das halbwegs sachlich die zeitlichen Zusammenhänge Minute für Minute aufzeigt – wenn auch Mozart’s Requiem als Begleitmusik dem ganzen einen sehr dramatischen Einschlag gibt. Aber man kann sich ruhig öfter mal klarmachen, dass die Anschläge nicht innerhalb von Sekunden passiert sind, sondern über den Zeitraum von mehreren Stunden, während derer das Oberhaupt der Nation seelenruhig einen Fototermin in einer Grundschule durchzog.
Dann habe ich noch etwas anderes gefunden – eine Dokumentation unter deutscher Produktion, in der die haarsträubendsten Erklärungen, die uns von offizieller Seite aufgetischt wurden, noch mal ganz simpel hinterfragt werden. Der Film zeigt sehr deutlich, dass 911 nur ein grauenerregender Peak in einer langen Ereigniskette war, und kein isolierter Anschlag aus dem Nichts. Er schafft es sogar, die inhaltliche Brücke zu schlagen zu Machenschaften unseres amtierenden Innenministers.
Sehr interessanter Stoff, wie ich finde…aber ihr müsst euch ein Stündchen Zeit dafür nehmen:
Direktlink „Unter falscher Flagge“
Die Abgründe, die sich hinter solchen Hypothesen auftun, sind natürlich so monströs und unfassbar, dass man sich fragen muss, warum irgendjemand überhaupt noch Kinder in eine Welt setzen will, die so funktioniert. Aber ich glaube, das ist nichts Neues – die Welt hat schon immer so funktioniert. Auch Kreuzzüge und Weltkriege wurden der Bevölkerung erfolgreich über Lügen verkauft. Es ist immer nur die Frage, wie gut die kleine herrschende Elite ihre Pläne der Schafherde vermittelt bekommt. Und das Beste was man tun kann ist, sich möglichst wenig aus seiner kleinen Lebennische herauszubewegen.
Aber: Eine der großen Segnungen des Internets ist es ja, dass solche Dinge nicht mehr einfach unter den Teppich gekehrt werden können. Es gibt immer wieder Freaks, deren Mühen dazu führen, dass auch vernünftige Menschen ohne ausgeprägte Faszination für Verschwörungstheorien sich Fragen lauter stellen als vorher. Nun, da das Weiße Haus personell einmal von unten nach oben gekehrt wurde bleibt zu hoffen, dass jetzt noch mal jemand anfängt, die Fragen nicht nur sich selbst, sondern auch anderen laut zu stellen. Auch wenn mir die Abgründe, die sich dahinter auftun mächtig Angst machen, so würde ich es zu Lebzeiten gerne noch erleben, wie die wahre Geschichte des 11. September und seiner kriegerischen Folgen rauskommt.
Ich denke, dass man auch den aktuellen Obama-Hype zum größten Teil im Kontext damit betrachten muss, dass insgeheim die meisten Amerikaner oder auch Weltbürger gewusst haben, in welchem Moloch man sich bewegt hat die letzten acht Jahre. Die ungemeine Erleichterung darüber, diesem noch mal entkommen zu sein, konzentriert sich natürlich auf diese eine Person, die durch Medienmechanismen dann beinahe messiasartige Züge bekommt. Wie viel Messias tatsächlich in Barack Obama steckt, wird man nicht nächste Woche oder nächstes Jahr beurteilen können, sondern erst im Laufe der Geschichte.
So wie man auch erst im Laufe der Geschichte die wahren Ausmaße der Verbrechen einer Bush-Regierung wird beurteilen können.
Januar 24, 2009 um 4:38
Da wärmst du leider nur schon woanders falsifizierte Verschwörungstheorien auf, aus denen sich nichts ableiten lässt, weil diese Theorien irgendwelche Gerüchte aus dem Internet zusammen schustern und auf die Naivität und Gläubigkeit ihrer Zuschauer bauen.
Januar 24, 2009 um 5:28
Der Beitrag heißt „Fragen fragen“. Am naivsten sind immer noch die, die der offiziellen Version des Commission Reports glauben. Gehörst du allen Ernstes dazu?
hier übrigens ein Beitrag dazu aus den taz blogs
Januar 24, 2009 um 7:26
Nicht zu vergessen, dass die Amerikaner ihn einmal wiedergewählt haben. Nicht zu vergessen, dass er bewirkt hat, dass Südstaatler die CDs von den Dixie Chicks auf Scheiterhaufen verbrannt haben, immer wieder. Usw. Große Teile des amerikanischen Volkes haben sich so unfassbar dumm verhalten.
Januar 24, 2009 um 8:38
Herr Rechthaber…zwischen sich dumm verhalten und sich kriminell verhalten liegen immer noch Welten, das muss man Ihnen doch bestimmt nicht erklären. Im Übrigen werden die Wiederwähler von George Bush in großer Mehrzahl nicht diejenigen sein, die jetzt die Wahl von Obama bejubeln. „Das amerikanische Volk“ ist genau so wenig über einen Kamm zu scheren wie das deutsche, das französische oder sonst eins.
Januar 25, 2009 um 12:42
…..ich stelle mir gerade die Frage, was ICH in einem solchen Moment getan hätte….auch wenn ich wirklich nicht’s – rein gar NICHTS von George W. Bush halte bzw. gehalten habe – auch er hat einen Anspruch darauf, dass man als Mensch manchmal überfordert ist….aber das ist eine nicht qualifizierte und spontane Meinung. Ich wollte einfach manchmal nicht in der Haut von Staatsoberhäuptern stecken, die sich für ihr Verhalten an jeder Stelle rechtfertigen müssen….finde ich sehr schwierig.
Januar 26, 2009 um 12:22
Also ich hab mich im wesentlichen auf diesen „deutsche Produktion“, die lediglich auf Internetrecherche verweist, bezogen, in der die Verschwörungstheoretiker Bröckers, Hauß und von Bülow vorrangig zu Worte kommen.
Sicherlich ist es auch naiv zu nennen, wenn man einer Regierung in irgendeiner Sache bedingungslos Glauben schenkt. Das ist aber auch nicht die einzige Alternative, wenn man den Verschwörungstheoretikern nicht auf den Leim gehen möchte. Deren latenter Anitamerikanismus ist schon sehr nervig, ebenso wie die Grundvoraussetzung, alles durch dubiose Internetquellen belegen zu wollen. Legt man nur Internetquellen zu Grunde, könnte allein dadurch nicht einmal die Existenz von Menschen belegt werden. Kurz: Allein schon die Herangehensweise disqualifiziert diese Herren.