Perfect Pop Principle – ABBA

Januar 31, 2009

Ich hab mir gedacht, ich starte mal wieder eine Musikserie und erzähle ab und zu davon, warum bestimmte Gruppen meiner Meinung nach besser sind als andere.

Ich beginne gleich mit der Königsklasse: ABBA. Seit dem letzten Norwegenurlaub, genauer gesagt,  seit Elsbe mich an Bord der Color Fantasy breitschlug, „Mamma Mia“ im Bordkino anzukucken, hab ich mal wieder eine der regelmäßig wiederkehrenden Phasen, wo ich eigentlich fast nichts anderes hören kann außer den vier entzückenden Schweden. Zum Geburtstag hat sie mir dann noch „ABBA – The Movie“ geschenkt, den ich mir heute morgen angekuckt habe.

Ähnlich wie „Mamma Mia“ hat der Film irgendwie eine Story, aber irgendwie halt auch nicht. Keine bemerkenswerte zumindest.  Trotzdem gehört er in die Kategorie „Glücklichmach-TV“.  Und woran liegt’s? Na, an der Musik natürlich. Ich sag ja immer gern: Wen ABBA kalt lässt, der ist doch schon tot.

Aber es ist  so… ABBA verkörpern für mich all das, was an Pop gut ist. Sie sind quasi die Quintessenz des Pop. Zwei fantastische  Songwriter, zwei bezaubernde, großartige Sängerinnen. Noch dazu alle untereinander verliebt und befreundet, zumindest eine zeitlang. Am Reißbrett eines Banddesigners hätte diese Gruppe nicht besser entworfen werden können.  Wie jemals das Gerücht aufgekommen ist, ABBA wäre „einfach“, ist mir ein Rätsel. Wer so was behauptet, hat schlichtweg überhaupt keine Ahnung, wovon er redet.

An den Melodien der Lieder ist überhaupt nichts einfach, sie zeugen von purem Genie. Die Produktionen, allen voran die Gesangsparts, sind bis in die heutige Zeit beispielhaft. Und was Agnetha und Anni-Frid da gesanglich vollbracht haben, wird bis in alle Zeiten Standards für weiblichen Gesang setzen. Wirklich, nehmt es von jemandem, der es ab und zu selber mal versucht – um so schwierige Gesangsparts so unangestrengt klingen zu lassen, muss man stimmlich schon ganz weit vorn sein. Und das ohne das geschwollene Pathos einer Mariah Carey & Co.

Gut, ich gerate ins Schwärmen…vielleicht sollte man nicht unterwähnt lassen, dass es auch Schwachpunkte gab: Die Bühnenklamotten und Tanzeinlagen waren eher fragwürdig, allerdings muss man das natürlich auch im Zusammenhang mit der Zeit betrachten. Die Siebziger waren zu niemandem rückblickend besonders freundlich, styletechnisch gesehen.

Alle Jungs waren früher in die Schnitten verknallt und wollten mit Björn und Benny Kumpels sein. Alle Mädels wollten sein wie Agnetha oder Anni-Frid – in den Siebziger Jahren war das fast ein Politikum, welche man sein wollte. Mit 5 wollte ich sein wie Agnetha, was aber auch daran gelegen haben mag, dass sie meiner Mutter so ähnlich sah und es bis heute tut. Als Sängerin und als Typ liegt mir aber die dunkle Anni-Fried mittlerweile mehr. Warum sag ich das? Na, weil das bis heute ein Politikum ist. Aber eigentlich sind sie ja alle bezaubernd, selbst der Björn mit den viel zu großen Nasenlöchern.

Ich gebe auch freimütig zu, dass die Texte meist nur aneinander gereihte Worte waren, die gut klangen und sonst keinem höheren Zweck dienten. Normalerweise achte ich ja extrem darauf, was Musiker mir erzählen wollen, nicht von irgendwo her bin ich Morrissey-Fan…bei ABBA krieg ich das irgendwie ausgeblendet. Im Prinzip ist das für mich sogar einer der Gründe, warum ABBA eben das Perfect Pop Principle verkörpern: Ist nicht der einzige Daseinszweck von Pop, uns das Leben schöner und bunter zu machen? Ohne erzwungenen Weltverbesserungsanspruch, ohne gestelzte politische Aussagen? Wenn man schon nur mit Musik und Gesang ganze Welten erschaffen kann, sollte man zumindest aus den Texten vielleicht tatsächlich alles Schwergewicht rauslassen.

Ich hab aus unzähligen handfesten Beweisen für die Genialität dieser Gruppe nur mal drei Beispiele aus verschiedenen Stadien des Schaffens rausgesucht – das erste ist ein eher unbekannter Titel aus den Siebzigern. Vom Text her wieder höchst cheesy, aber die Musik, biiitte und diese – hach! – bezaubernden Leute, kuuuuckt mal – „Bang-a-boomerang“: (es gibt auch ein herrliches offizielles Video, das sich aber nicht einbetten ließ – sucht das noch mal selbst auf wenn ihr wisst, was gut für euch ist…)

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Sind die nicht süüüß? Und ich sag’s noch mal: Wen das kaltlässt, der sollte mal seinen Puls checken, nur vorsichtshalber. Wer sich dem Zauber eines Songs wie diesem, oder einer „Dancing Queen“ oder einem „Waterloo“ oder einem „Summer Night City“ komplett entziehen kann, hat keine Seele.

Eine Gruppe vom Kaliber ABBA hat zu denen, die sie verstehen, einen direkten Draht zum Gemüt: Wenn sie was fröhliches singen, ist man glücklich. Wenn sie was trauriges singen, ist man traurig. Ich glaub, ich hab noch nie im Leben „The winner takes it all“ gehört, ohne mindestens ein Tränchen zu verdrücken – selbst, als Meryl Streep es in „Mamma Mia“ (ziemlich großartig übrigens) nachsang.

Ein weiteres Beispiel für das Außmaß des Talents der drei Hauptsäulen dieser Band – Songwriting, Produktion, Gesang – hab ich mal hier: Das ist einer meiner absoluten Lieblingstitel, aus mir unbekannten Gründen nie als Single ausgekoppelt, aber ein absolutes Kunstwerk. Hört mal, wie die Melodie zum Refrain hin Spannung aufbaut…und wie sie das Beste aus Ballade und das Beste aus Diskoknaller in einen Titel gepackt haben…ein paar ganz, ganz sparsam und effektvoll eingesetzte E- und Akustik-Gitarrenakkorde…das Klavier im Intro mit diesem irren Hall, der ein Klavier immer so metallisch klingen lässt…und Agnetha konnte das tatsächlich auch live so singen: Über fünf Takte diesen heftigen hohen Ton halten (zum Ende hin) und direkt, ohne einmal Luft zu holen, die Linie runtersingen…un-fucking-fassbar, aber hört selbst – „Kisses of fire“:

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In den 80er Jahren begann es in den Ehen und damit in der Gruppe zu kriseln. Das, was die Musik dadurch an Leichtigkeit einbüßte, wurde aber nicht wie bei vielen anderen durch Einfallslosigkeit ersetzt, sondern durch Tiefe. Das folgende Beispiel ist für mich – klingt jetzt pathetisch, ich weiß – einer der ganz großen Meilensteine in der Popmusik überhaupt. Wie genial ist das bitte, sich zu entscheiden,  mal kein Liebeslied zu schreiben, sondern ein Lied darüber wie das Leben war, bevor die Liebe ins Leben einschlug?! Die Idee allein! Hach kuckt – „The day before you came“:

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Ein wirklich bewegendes Stück Musik, finde ich…und ich SCHWÖR sie sieht aus wie meine Mutter, genau so sah meine Mama aus als sie um die 40 war. Genau so.

Tja…was meine Aussage angeht, dass jeder, den diese Gruppe kalt lasse schon tot sei, so muss ich das vielleicht etwas einschränken: Ich gebe zu, dass ABBA tendenziell eher Frauen anspricht. Oder Männer, die eigentlich Frauen sein wollen. Trotzdem, jeder Mann, jeder noch so eingefleischte Klassik-, Free Jazz- oder Death Metal-Fan der auch nur für drei Cent was von Musik versteht muss zugeben, dass es unendlich viele geniale Aspekte an dieser Gruppe gab. Nicht ohne Grund stehen sie ganz oben mit den Großen der Musikgeschichte. Fünf Milliarden ABBA-Fans können nicht irren.

Und wenn ihr mir immer noch nicht glaubt, dann klickt mal diesen Link und lasst euch auf den Zauber ein…wenn das nicht funktioniert, bekommt ihr von Mizzieland einen Totenschein ausgestellt.


Mein täglicher Quell des Vergnügens

Januar 29, 2009

Fellow bloggers kennen das ja – wordpress, wahrscheinlich auch andere Plattformen, geben einem die Möglichkeit zu sehen, über welche Suchbegriffe Leser bei einem landen…ich weiß nicht, wie oft ich mich schon scheckig gelacht hab über den verstrahlten Kram, den die Leute suchen.

Heute mal eine kleine, repräsentative Auswahl…mit dabei die mit Abstand am häufigsten gesuchten Begriffe:  „Stiefel lecken“ (führt zu diesem Artikel), „geile Geschwister“ (zu diesem, in dem wohl Geschwister vorkommen, aber keine geilen, was bestimmt viele Finder schon enttäuscht hat) und „Stückwerk Kiel“ (oder verwandte Kombinationen, die führen zu meinem Futtertest und ich finde, Stückwerk könnten dafür zumindest mal langsam nen Gutschein springen lassen).

Und was hofft jemand wohl zu finden, wenn er „warum passiert das nur mirrrrr“ in eine Suchmaschine eingibt?

suchergebnisse


Beinahe-Rettungsaktion

Januar 29, 2009

Mein Atem pfeift immer noch…ich musste bei -4 Grad und in nicht dafür geeigneter Kleidung gerade einen Kilometer über Asphalt joggen. Noch vor dem ersten Kaffee.

But let me start from before the beginning…meine Nichte hat gestern bei mir übernachtet und ich hab sie um 9.00 Uhr heute morgen zur Uni gefahren. Auf dem Weg dorthin sahen wir am Westring, einer der am meisten befahrenen Hauptverkehrsadern durch die Kieler Innenstadt, einen kleinen,  schwarzen Hund. Zunächst wollten wir uns totlachen über die Tatsache, dass er oben rum und auch von der Länge her genau so aussah wie unsere Luzie, aber mit nur halb so langen Beinen. Wir hörten auf zu lachen als wir merkten, dass der Kleine scheinz alleine unterwegs war, ohne Halsband und ohne angemessene Aufmerksamkeit für rote Ampeln und fliessenden Verkehr.

Wir sind dann trotzdem erstmal weiter gefahren, ich hab Ni1 an der Uni abgesetzt und bin dann  noch mal denselben Weg zurück, weil mir der verlassene Hund keine Ruhe ließ.

Ich muss kurz einfügen, dass ich ja bekanntermaßen leidenschaftlicher Gelegenheitshundebesitzer bin. Und ich hege den Glauben, dass eines schönen Tages, wenn die Zeit reif für einen eigenen Hund ist, „der Richtige“ zu mir kommen wird, ohne dass ich viel dazu beitrage. Nun, und da hatte ich natürlich die stille leise Hoffnung, dass der Tag gekommen wäre.

Ich also zurück zum Westring, und klar, er lief da immer noch rum und brachte mit seinen kleinen Stummelbeinen und dem viel zu langen Körper den Verkehr dort zum Erliegen. Ich so – rechts ran, rausgesprungen, hinterher gelaufen. Und ich war nicht die einzige. Von der anderen Straßenseite kam ein ca. 25-jähriges Mädel rübergehechtet, das dem Guten auch schon seit einer Weile auf den Fersen war. Wir ihm also hinterher, und das Spiel begann.

Auf Pfeifen hat er sich immer mal kurz umgedreht, nur um dann noch einen Zahn zuzulegen, sich hinter Autos zu verstecken und unerwartete Haken zu schlagen. Und schnell waren diese Stummelbeinchen, man mag’s nicht glauben. Mir kam’s vor, als würde er an jeder Ecke kurz anhalten, sich umblicken, in sich hineinkichern und dann noch mal extra Gas geben. Wir wollten schon aufgeben, als wir schließlich an der Ecke Kronshagener Weg auf einen Typen mit einem kleinen Hund stießen. Der könnte sehr hilfreich sein, so dachten wir, borgten uns Typ und Hund aus und siehe da, der Lütte verlangsamte tatsächlich sein Tempo. Dann stieß noch das Frauchen des zweiten Hundes zu uns und wusste zu berichten, dass der schwarze Teufel wohl Henry hieß, eine Spaziergangsbekanntschaft ihres eigenen Hundes.

Das brachte uns aber kein Stück weiter – pfeifend und „Henry!“ rufend verfolgten wird das Viech nun zu viert mindestens weitere 500 m, bis er schließlich nicht mehr zu sehen war. In der Parallelstraße zu der, in der ich wohne, blieb er verschwunden. Wir wollten uns schon aufteilen und in verschiedenen Richtungen weitersuchen, als uns die gerade tourende Postbotin darüber aufklärte, das Henry  in einem der Hauseingänge verschwunden sei. Und das sei auch nicht weiter verwunderlich, sie würde ihn nämlich kennen und seine Besitzer würden auch in diesem Haus wohnen.

Nach einer halben Stunde Schnitzeljagd bei Eiseskälte also wird es Monsieur zu langweilig und er kehrt einfach heim ins warme Nest, ohne sich bei uns für die Show zu bedanken. Ja super.

Und ich musste noch gut einen Kilometer zu meinem Auto zurücklaufen. Wenn das mal keine Mittelohrentzündung gibt. Tierliebe ist eine wirklich lästige Eigenschaft.


Goldfieber

Januar 28, 2009

Wisst ihr noch, es gab eine Zeit, da hat man alles Geld in Salinos umgerechnet. Das war vor so 30 Jahren für mich eine gängige Währung. Später Zigaretten. Irgendwann wurde dann Geld zu Geld.

28 Millionen liegen im Lottojackpot, das ist schon eine sehr abstrakte Zahl für Otto Normalbürger und seine Frau Elfriede. Die Vorstellung, dass das etwa 7.567.567 Schachteln Zigaretten entspricht oder 560 Millionen Salinos, macht es auch nicht greifbarer.

Bei normalen piefigen Millionenbeträgen mach ich mir normalerweise nicht die Mühe, einen Lottoschein auszufüllen. Aber so bald er zweistellig wird, fängt’s an zu kribbeln. Is schon klar, dass die Chancen auf diesen Gewinn noch exorbitant schlechter sind als sonst, aber trotzdem. Die zwei Euro ist es mir wert, und sei es nur, um für paar Stunden davon zu träumen, was man mit so viel Geld anstellen könnte.

Klar, wenn ich erstmal meine sechs Wohnsitze möbliert hätte – Hausboot in London, Penthouse in New York, Hütte am Geirangerfjord, Schlösschen in Südfrankreich, ein kleines Inselchen in der Südsee und nicht zu vergessen das Penthouse mit Fördeblick in Kiel – dann wären wahrscheinlich nur noch 5 Millionen über. Aber das ist dann wenigstens eine Zahl, mit der man arbeiten kann.

Oder 100 Millionen Salinos kaufen.


Meuterei auf der UKSH

Januar 27, 2009

Das Uni-Klinikum Schleswig-Holstein findet keinen Nachfolger für den gegangen wordenen Scheff Bernd Kremer. Der dritte Bewerber ist dieser Tage abgesprungen, diesmal, weil sein Noch-Arbeitgeber leider durch die Presse erfahren musste, dass sein Arbeitnehmer eine neue Stelle anzutreten gedenkt und diesen daraufhin beleidigt nicht aus seinem bestehenden Vertrag entlassen will. Die Presse wiederum hat anscheinend durch Insiderinformationen eines Gegners von der Personalie  erfahren.

Man müsste doch meinen, dass es für einen mit 400.000 Euro Jahresbrutto dotierten Job innerhalb eines halben Jahres gelingen sollte, mehr als drei Kandidaten aufzutun, oder? Der Laden ist allerdings als böse Schlangengrube verschrieen, noch dazu werden seit Jahren eigentlich nur noch Defizite und Schulden verwaltet. Dafür nun wiederum wurde extra für teuer Geld (nehm ich an) Carl-Hermann Schleifer eingekauft, manchem vielleicht im Zusammenhang mit der Barschel-Affäre noch ein Begriff. Dieser tut genau das, was sein Name vermuten lässt und somit wird in voraussichtlich zwei Jahren zumindest das finanzielle Moloch wieder halbwegs unter Kontrolle sein.

Trotz all dem…also, wenn es sonst wirklich keiner machen will – ich hätt da noch Vakanzen. Ich bin zwar kein Arzt und auch kein alter Mann mit politischen Altlasten, aber wenn sich Konzepte nicht bewähren, muss man auch mal was Neues ausprobieren.


Schon wieder

Januar 26, 2009

…Geburtstag…bin ich eigentlich die einzige, die gefühlt jede Woche Geburtstag hat?

Na jedenfalls werde ich heute süße 29E. Ich habe diesen Tag ja oft und penetrant genug erwähnt, dass ich davon ausgehen kann, dass ihr alle davon wisst. Und damit ihr mir nicht etwa eure Glückwünsche in die anderen Diskussionen schreibt, stelle ich euch diese Plattform zur Verfügung. Und ich geb zu, ich steh auch auf nette Worte an diesen ansonsten von selbstzerfleischenden Zweifeln, nagenden Ängsten und bohrendem Selbstmitleid geprägten Ehrentagen.

Also bitte, wünscht mir nur Gutes. Doofes will ich nicht.


Sonntags-Allerlei

Januar 25, 2009

Ohrwurm des Wochenendes:

Mando Diao – Dance

Direktlink

Ich weiß, Mando Diao kommen aus Schweden – aber der Sänger sieht einer Ex-Liebschaft sehr ähnlich, mit der ich vor 300 Jahren mal einen sehr schönen Urlaub in Irland verbracht habe, deshalb assoziiere ich sie immer mit der grünen Insel. Schöne Erinnerungen. Das neue Album kommt übrigens im Februar!

Ich nähere mich dem Ende meines Elizabeth George-Krimis und bin mal wieder berauscht von dem Tempo, das diese Bücher zum Schluß immer aufnehmen, nachdem sie einen 300 Seiten lang in Sicherheit gewogen haben.

In einem völlig unerwarteten Zusammenhang ist mir dieses Foto unbekannter Herkunft von Barack Obama in die Hände gefallen, das jetzt schon mein Lieblingsfoto ist, glaub ich… Der Pabba is albern mit der Lütten. Süß, oder?

obama-car-crash

Schönen Sonntag noch, allerseits…ich wappne mich für eine heftige Woche.


Fragen fragen

Januar 24, 2009

George W. Bush ist nun schon fast eine Woche Geschichte. Bestimmt wird er uns aber als Witzvorlage noch viele Jahre, womöglich bis in alle Ewigkeit, viel Freude machen.

Was hoffentlich genau so wenig in Vergessenheit gerät, sind die Verbrechen und sträflichen Unterlassungen, durch die er dazu beigetragen ist, dass die Welt heute ist, wie sie ist.

Um die Ereignisse am 11. September 2001 gibt es ja eine Menge Verschwörungstheorien über die Verstrickungen der US-Regierung, der Geheimdienste, Illuminati etc. So absurd und an den Haaren herbeigezogen diese auch teils sind, so zeigen sie doch eins eindeutig auf – dass uns von offizieller Seite nicht das berichtet wurde, was tatsächlich passiert ist. Zu groß sind die Lücken in der Beweiskette, zu herbeigeredet die Tatsachen. Damit will ich mich jetzt nicht in die Reihe derer einreihen, die mit dem Flammenschwert auf George Bush als Täter zeigen – aber man muss doch schon öfter mal laut fragen, warum denn nicht die wahre Geschichte erzählt wird. Wer Unwahrheiten erzählt, hat doch was zu verbergen – oder nicht?

Ich will euch jetzt mal nicht in den Strudel hineinziehen, in den man geraten kann wenn man bei youtube „911″ als Suchwort eingibt. Aber ein Fundstück finde ich hier ganz zeigenswert, das halbwegs sachlich die zeitlichen Zusammenhänge Minute für Minute aufzeigt – wenn auch Mozart’s Requiem als Begleitmusik dem ganzen einen sehr dramatischen Einschlag gibt. Aber man kann sich ruhig öfter mal klarmachen, dass die Anschläge nicht innerhalb von Sekunden passiert sind, sondern über den Zeitraum von mehreren Stunden, während derer das Oberhaupt der Nation seelenruhig einen Fototermin in einer Grundschule durchzog.

Dann habe ich noch etwas anderes gefunden – eine Dokumentation unter deutscher Produktion, in der die haarsträubendsten Erklärungen, die uns von offizieller Seite aufgetischt wurden, noch mal ganz simpel hinterfragt werden. Der Film zeigt sehr deutlich, dass 911 nur ein grauenerregender Peak in einer langen Ereigniskette war, und kein isolierter Anschlag aus dem Nichts. Er schafft es sogar, die inhaltliche Brücke zu schlagen zu Machenschaften unseres amtierenden Innenministers.

Sehr interessanter Stoff, wie ich finde…aber ihr müsst euch ein Stündchen Zeit dafür nehmen:

Direktlink „Unter falscher Flagge“

Die Abgründe, die sich hinter solchen Hypothesen auftun, sind natürlich so monströs und unfassbar, dass man sich fragen muss, warum irgendjemand überhaupt noch Kinder in eine Welt setzen will, die so funktioniert. Aber ich glaube, das ist nichts Neues – die Welt hat schon immer so funktioniert. Auch Kreuzzüge und Weltkriege wurden der Bevölkerung erfolgreich über Lügen verkauft. Es ist immer nur die Frage, wie gut die kleine herrschende Elite ihre Pläne der Schafherde vermittelt bekommt. Und das Beste was man tun kann ist, sich möglichst wenig aus seiner kleinen Lebennische herauszubewegen.

Aber: Eine der großen Segnungen des Internets ist es ja, dass solche Dinge nicht mehr einfach unter den Teppich gekehrt werden können. Es gibt immer wieder Freaks, deren Mühen dazu führen, dass auch vernünftige Menschen ohne ausgeprägte Faszination für Verschwörungstheorien sich Fragen lauter stellen als vorher. Nun, da das Weiße Haus personell einmal von unten nach oben gekehrt wurde bleibt zu hoffen, dass  jetzt noch mal jemand anfängt, die Fragen nicht nur sich selbst, sondern auch anderen laut zu stellen. Auch wenn mir die Abgründe, die sich dahinter auftun mächtig Angst machen, so würde ich es zu Lebzeiten gerne noch erleben, wie die wahre Geschichte des 11. September und seiner kriegerischen Folgen rauskommt.

Ich denke, dass man auch den aktuellen Obama-Hype zum größten Teil im Kontext damit betrachten muss, dass insgeheim die meisten Amerikaner oder auch Weltbürger gewusst haben, in welchem Moloch man sich bewegt hat die letzten acht Jahre. Die ungemeine Erleichterung darüber, diesem noch mal entkommen zu sein, konzentriert sich natürlich auf diese eine Person, die durch Medienmechanismen dann beinahe messiasartige Züge bekommt. Wie viel Messias tatsächlich in Barack Obama steckt, wird man nicht nächste Woche oder nächstes Jahr beurteilen können, sondern erst im Laufe der Geschichte.

So wie man auch erst im Laufe der Geschichte die wahren Ausmaße der Verbrechen einer Bush-Regierung wird beurteilen können.


„Tut mir leid, Sie haben Pest, Cholera, Asthma und Fußpilz“

Januar 23, 2009

Wie heute mehrere Medien verlauteten,  warnen u. a. der Chef der Techniker Krankenkasse sowie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vor Korruption bedingt durch den Gesundheitsfonds. Wie sich herausstellt, zahlen einzelne Kassen schon mal 10 € Prämie an ihre Ärzte, wenn diese sich bereit erklären, Patientendaten zu re-evaluieren. Erstmal so. Wenn der Arzt dabei zuuuufällig feststellt, dass der Patient ja noch viiiieeel kränker ist als angenommen, dann zeigt sich die Kasse äußerst dankbar, da sie ja – wie alle Akteure im Gesundheitswesen – einzig und allein das Wohl des Patienten und damit die Erhaltung der Gesellschaft im Auge hat.

Der Grund dafür:  Der so genannte Morbi-RSA. Einfach erklärt führt dieser  dazu, dass Kassen, die eine „schlechtere“ Mitgliederstruktur haben – also z. B. viele Senioren, Chroniker, Hartz4-Emfänger usw. – aus dem Gesundheitsfonds mehr Geld bekommen als solche, bei denen nur die jungen, fitten versichert sind. Das hat schon mal dazu geführt, dass z. B. die AOKen die großen Gewinner des Fonds sind. Was Nachjustierungen, wie man sieht, nicht im Wege steht.

Ja, was soll man dazu sagen: Frau Schmidt, Frau Merkel – meinen herzlichsten Glückwunsch zu einer Gesundheitsreform, im Zuge derer schon nach wenigen Monaten die Krähen einander die Augen aushacken und die erstmal alles schlechter gemacht hat und nichts besser. Womöglich wird Ihnen die Geschichte Recht geben, aber sehr wahrscheinlich ist es nicht.


Presseinformation: Warnstreik der Flugbegleiter in Frankfurt

Januar 23, 2009

Mich erreichte eben folgende Pressemeldung…

Frankfurt, 23. 01. 09 – Die  Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) ruft  ihre bei der Lufthansa beschäftigten Mitglieder heute zu einem dreistündigen Warnstreik auf. Die Gewerkschaft will damit ihren Forderungen nach Tariferhöhung und verbesserten Arbeitsbedingungen Nachdruck verleihen.

Der 1. Vorsitzende Zac Zohan vom Planeten Beteigeuze 1123-21Beta gab auf einer Pressekonferenz die Eckpunkte des Forderungskataloges bekannt:

- Die Flugbegleiter fordern eine 15 % ige Tariferhöhung für ihren überaus anspruchsvollen und gefährlichen Beruf

- Sie fordern außerdem die Abschaffung des Turmfrisuren-Gebots und die geduldete Freilegung ihrer Antennen

- In Zukunft sollen nicht mehr die FlugbegleiteranwärterInnen auf Dreisprachigkeit geprüft werden, sondern vielmehr die Lufthansa-Passagiere, und zwar auf pestalozonisch, klingonisch und agatan.

- Gesundheitsgefährdende Kleidungsanordnungen müssen abgeschafft werden: Pumps von mehr als 4 cm Absatzhöhe haben für die Fußtentakeln schwere gesundheitliche Einschränkungen zur Folge.

- Die Flugbegleiter fordern außerdem artgerechte Verpflegung auf Langstreckenflügen, dafür muss die Lufthansa in Zukunft einen ausreichenden Vorrat an Kindergehirnen zur Verfügung stellen.

Die Verhandlungen werden im Laufe des Tages fortgesetzt.

Lufthansa-Passagiere müssen für den heutigen Tag mit Verzögerungen und Flugausfällen rechnen. Wer den Frankfurter Flughafen nicht umgehen kann, wird gebeten, sich gegen Zetawellen und andere Maßnahmen der Gedankenbeeinflussung mit einem Helm aus Alufolie zu schützen.