Zustände sind das

November 5, 2009

Ich hatte hier schon einen Artikel in meinem Entwürfe-Ordner, in dem ich, bezugnehmend auf diese Geschichte mich quasi beim Behördendschungel an sich öffentlich entschuldigen wollte, weil das Verfahren eine für mich unerwartete und erfreuliche Wendung genommen hatte – nämlich die, dass ich trotz meiner Festanstellung jetzt per Beschluss der Deutschen Rentenversicherung irgendwie doch selbständig und somit sozialversicherungsbefreit bin. Den Bescheid habe ich seit Dienstag vorliegen.

Nee, warte. Ja nee, schon. Irgendwie ja, aber irgendwie auch nicht. Ich hab nämlich in meiner Funktion als Geschäftsführerin, also Vertreterin des (sprich: Meines eigenen) Arbeitgebers einen Bescheid vorliegen. Ein ANDERER Bescheid jedoch ist mir angeblich als Arbeitnehmer zugegangen, und in diesem steht, dass die Sache jetzt noch mal von einer Fachabteilung geprüft wird. Die Tatsache, dass ich ja nun in meiner Position Arbeitgeber und Arbeitnehmer zugleich bin (das ist doch der Stein des Anstosses überhaupt), ist denen zwar bekannt – aber nur weil etwas bekannt ist, muss man ja noch lange nicht nach der daraus erfolgenden Logik handeln. Also z. B. nur einen Bescheid mit einer klaren Entscheidung verschicken.

Das Beste kommt aber noch: Den Bescheid an mich als ArbeitGEBER muss ich jetzt mit einem Zweizeiler bestätigen. Als ArbeitNEHMER muss ich aber nach wie vor die Entscheidung der Fachabteilung der Behörde abwarten. Mal abgesehen davon, dass ich den Bescheid noch nicht habe. Der is in der Post. Oder so.

Was auch noch schön ist: Meine Krankenkasse funktioniert ungefähr genau so. Da ich ja nun direkt vorher privat versichert war, kündigen die mir rückwirkend für die letzten 6 Monate die Mitgliedschaft. Zappzerapp von einer Minute auf die andere. Mit den Rückzahlungen der bereits gezahlten Beiträge lassen sie sich aber schön Zeit, dafür muss ich jetzt erstmal den dazugehörigen Antrag stellen. Ich werd das mal kurz erwähnen, wenn ich morgen mit dem Vorstand der Kasse auf dem IV-Symposium in Hamburg beim Kaffee rumstehe. So als Anekdote nebenbei. Man muss Kontakte ausnutzen, wenn man sie hat.

Worüber ich überhaupt GAR nicht nachdenken darf ist die Tatsache, dass dieses groteske Bürokratentum auch noch von meinen Steuergeldern bezahlt wird. Von denen werde ich nämlich leider nicht befreit. Ein weiteres schönes Detail in diesem Chaos: Die Tatsache, dass ich den ArbeitGEBER-Bescheid mit einem Zweizeiler bestätigen muss, hab ich nur durch Zufall von meiner Steuerberaterin erfahren, die bei der Rentenversicherung anrief um irgendwas zu klären. Diesen Hinweis hatte der Sachbearbeiter „vergessen“ mit aufzuschreiben. Wie es der Zufall will, geh ich Samstag auf die Party eines Rechtsverdrehers – da kann ich doch gleich mal fragen, ob das so in Ordnung ist wenn eine Behörde in einem rechtswirksamen Bescheid so eine Info mal eben vergisst.

Gerade war ein kleines, fühlbares Bißchen Ruhe in mein Leben eingekehrt….gnarf.

P.S. Update um 17:30 Uhr: Auch schön – der Verbleib des Arbeitnehmer-Bescheides ist geklärt. Der ist zurückgekommen, weil ich doch umgezogen bin (funktioniert auch suuuuper, so ein Nachsendeantrag). Man habe jetzt in der Zwischenzeit erstmal schriftlich beim Einwohnermeldeamt die Mitteilung meiner neuen Adresse beantragt. Ob man mich, die Empfängerin des Arbeitgeber-Bescheides unter der Geschäftsadresse denn nicht hätte fragen können, womöglich gar ganz kurz telefonisch, wollt’ ich da wissen. Da es darauf keine kluge Antwort gibt, die sich gar mit einen Paragrafen untermalen ließe, hat man mir lieber gleich gar keine Antwort gegeben. Großes Kino.

Fortsetzung folgt….


Da war doch noch was…

November 2, 2009

Wer schon länger diesen Blog liest weiß, dass ich euch noch einen Urlaubsfilm schuldig bin – meine dritte Norwegenreise im Juli. Aber direkt nach dem Urlaub ging ja Umzug los, dann Renovierung, viel Arbeit etc. – kurzum: Ich hatte bis gestern nie Zeit, das Filmmaterial mal zusammenzuschneiden.

Aber nun, mit etwas Verspätung und sogar für meine Verhältnisse erstaunlich kurz – nämlich mit nur einem Teil von 45 min. – folgt hier mein Sommerurlaubsfilm. Wettermässig waren wir ja nicht so gesegnet, insofern passt es, dass ich ihn erst im November veröffentliche.

Vimeo zickt manchmal mit dem einbetten, so auch heute, ihr müsst also dem Link folgen. Also, kocht euch nen Tee, mummelt euch auf dem Sofa ein und genießt –

Norwegen Urlaub Sommer 2009 from Mizzie Aristokitten

starring wie immer Mizzie, Elsbe, Erich und viele mehr. Wir besuchen einige der berühmtesten norwegischen Sehenswürdigkeiten, sehen Landschaften die wie aus einem Katalog ausgeschnitten aussehen und gehen mit Mizzie verloren auf der Insel der Abenteuer, Mageroya.


I (heart) winter

Oktober 16, 2009

Ich gebe zu, das ist neu…und wahrscheinlich hält es auch nur so lange an wie der Kick durch die neue, gemütliche Wohnung.

Aber es is schon mächtig kuschelig da oben… der Fensterplatz ist mittlerweile fertig, und eigentlich warte ich nur noch auf den Ofen. Und der kommt hoffentlich früh im November. Aber dann isses sensationell – auf ner weißen Leder-Chaiselongue liegen, in Felle eingehüllt, prasselndes Feuer im Rücken, n schönen Grog an den Lippen und Blick auf die sturmgepeitschte Kieler Förde…wer würde Winter da nicht mögen?

Mehr noch: Die olle Glotze ist endlich aus dem Schlafzimmer rausgeflogen. Ihren Platz im TV-Regal nimmt jetzt so ein Bioethanol Zimmerkamin ein. Ein offenes Feuer im Schlafzimmer, pornöser geht’s jawohl kaum :-) Zudem macht das Ding richtig warm, schafft locker so 5 Grad mehr im geschlossenen Raum. Sehr wirtschaftlich ist das leider trotzdem nicht, denn das Ding verschmurgelt mal eben 1 Liter Brenngel für 3 Euro pro Abend. Aber – gestern Abend hab ich da so gelegen, Feuer knisterte, richtig schön warm, Hand in der Chipstüte und Krimi vor der Nase – ein Traum!

Jetzt seid ihr neugierig, nech? Ich hab so ziemlich alle Etappen der Wohnungsübernahme, Renovierung etc. auf Film festgehalten…jetzt, wo ich so langsam angekommen bin, werd ich das Teil bald mal zusammenschneiden. Ich sag euch, ich hab da ganz schön was weggestemmt seit Sommer – im wahrsten Sinne des Wortes!

Etwas Geduld noch…


Schwarzer Tag

Oktober 15, 2009

Was muss ich da lesen bei Twitter?

aha_tweetHier der Link zur Meldung

Den Großteil meines Lebens begleitet mich diese Band schon…Morten Harket war meine zweite große Liebe (nach Captain Future). Ja gut, irgendwann musste dieser Tag kommen. Trotzdem…

…ich leg mich Sterben…


Heute vor 10 Jahren…

Oktober 14, 2009

…durfte ich das erste Mal Auge auf und Hand an den leibhaftigen, auf der Bühne stehenden Morrissey legen.

Im Rahmen der „Oye Esteban“-Tour spielte Monsieur ohne Platte, ohne Plattenvertrag, ohne Verlag, ohne alles in ausverkauften Hallen quer durch Europa. Und am 14. Oktober 1999 im Kölner E-Werk. Meine morrisseyeske Entjungferung, wenn man so will.

Ich weiß es noch wie heute – es war ein kalter, klarer, sonniger Herbsttag. Vergleichbares Wetter – so wie jetzt gerade -  ruft in mir noch heute diese Aufgeregtheit und gespannte Erwartung jener Tage wach, so als würde sich das Tor zu einer neuen Welt öffnen.

Es war der Beginn einer wunderbaren Reise and my life just hasn’t been the same since….Morrissey hat viele gute und dauerhafte Freunde in mein Leben gebracht, eine große Liebe, fantastische Reisen, denkwürdige Erlebnisse, bahnbrechende Erkenntnisse über das Leben, das Universum und den ganzen Rest, emotionale Hochs und Tiefs wie sonst fast gar nichts. Ich kann mit aller Ernsthaftigkeit behaupten, dass ich nicht die wäre, die ich heute bin, wenn er nicht in mein Leben getreten wäre.

Heut Abend trink ich auf unser 10-jähriges…:-)

*Mizzie (heart) Mozzy 4ever*


Einmal die 7 Kostbarkeiten, bitte!

Oktober 13, 2009

Ein Stöckchen, aufgehoben bei der Oasenhoheit, soll die sich ausbreitende Leere in diesem Blog etwas füllen…und damit euer Interesse wieder etwas geweckt wird, verrate ich hier 7 Dinge, die ihr noch nicht über mich wusstet und von denen ich auch nicht weiß, ob ihr sie wissen wolltet – egal:

1. Ich habe 10 Jahre eine Waldorfschule besucht, war aber so ziemlich in allem, was die W-Schule ausmacht (malen, zeichnen, schauspielern, Eurythmie, Werkzeuge klöppeln, Teppiche weben, buchbinden etc.) fürchterlich schlecht…meine große Stärke waren Sprachen, und in Englisch und Deutsch hab ich nicht nur sämtliche Mitschüler, sondern teils sogar die Lehrer hinter mir gelassen…nur dieser Tatsache hab ich’s zu verdanken, überhaupt irgendeinen Abschluss dort gemacht zu haben.

2. Ich bin eine wirklich vorzügliche Autofahrerin – mein Kumpel Frank hat mich mal mit der Aussage geehrt, ich wäre die einzige Frau, die er seinen Wagen fahren lassen würde. Ich kann Autos z. B. in Parklücken zirkeln, die nur 30 cm länger sind als das Auto selbst (muss aber zugeben, dass es jetzt mit dem Eos etwas schwieriger ist, der hat nämlich eine recht beschissene eingeschränkte Rundumsicht).

3. Ich verliebe mich bevorzugt in Männer, die ich nicht haben kann. Sicher ist sicher. Es ist doch mein erklärtes Ziel, als alte Jungfer mit 30 Katzen zu enden.

4. Ich hasse alles, was kreucht, vor allem Spinnen und nicht mal für Marienkäfer kann ich mich begeistern. Dafür kann ich hervorragend mit Hunden und Katzen kommunizieren (siehe Punkt 1., Sprachen).

5. Ich habe vor über einem Jahr das letzte Mal mit meiner Schwester gesprochen und bereue das nicht mal.

6. Meine Achillesferse – gesundheitlich betrachtet – sind meine Nerven. Das hat mich schon zahlreiche Zähne gekostet, und wenn ich viel Stress habe, neige ich außerdem zu so spaßigen Sachen wie Lähmungen, Zuckungen und Schmerzstörungen.

7. Wenn ich mich nicht 100% wohl fühle mit einer Situation, neige ich zu Schüchernheit. Die wird leider häufig als Arroganz oder Unterkühltheit fehlinterpretiert, dabei weiß ich nur gerade nicht, was ich Lustiges sagen soll.

Das sind sie, die 7 Dinge, die über mich zumindest im Internet noch nie großartig zur Sprache gekommen sind (für RL Freunde natürlich jetzt nicht so ne Überraschung….).

Und ihr so?


Sorry

September 23, 2009

Is ruhig hier, ich weiß.

Ich könnte sagen, dass ich viel zu tun habe – aber das hab ich immer, ist so gesehen nichts Neues und hat mich sonst auch nicht gehindert…

Ist auch nicht so, dass nix passiert. Eher im Gegenteil.

Aber irgendwie brauch ich trotzdem ne Pause… wenn ich ehrlich bin, find ich bloggen gerade langweilig. Auch Blogs lesen. Mit ein ganz paar Ausnahmen von Leuten, an deren Leben ich tatsächlich interessiert bin. Ansonsten dreht sich doch irgendwie jeder in seiner Schleife.

Ich schau mal, ob ich den Norwegen-Urlaubsfilm endlich bald fertig bekomme. Dann ist natürlich auch Zeit für das baldige große Vorher-Nachher-Finale meiner neuen Wohnung. Und die Katzis sind quasi auch schon beim Universum bestellt, mal gar nicht zu reden von einer Woche Morrissey Madness im November.

Also, bald geht hier wieder was.

Bis dahin…gehabt euch wohl. Man liest sich.


Happy Birthday, Sexy!

September 14, 2009

Ladies, dieser Mann wird heute 50:

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Ja, Morten Harket, amtierender schönster Mann der Welt, wird heute ein süßes halbes Jahrhundert alt – und dieses Foto ist nicht etwa 10 Jahre alt, sondern höchst aktuell!

Am 14. September 1959 erblickte dieser Mann im sagenumwobenen Wunderland Norwegen das Licht der Welt. 1959 schien ein guter Jahrgang für Männer zu sein, denn wie berichtet wurde auch ein gewisser Steven Patrick Morrissey dieses Jahr 50.

Muss ich zu diesem Typen wirklich noch viel sagen? Zu diesen Wangenknochen, diesen Augen wie ein norwegischer Bergsee, diesem stets jugendlich verstrubbelten Haar, diesem Lächeln mit der zauberhaften kleinen Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen, diesem gemeisselten Körper?

Hach.

Aber dieser Mann ist ja mehr als nur schöne Schale: Wenn Morten Harket sich nicht gerade als international zelebrierter Pop-Superstar mit Dreieinhalb-Oktaven-Stimme verdingt, dann klettert er auf Berge, rettet Wale, päppelt Tiere und Pflanzen auf, kocht aus einer handvoll Gras, Farn und zwei Stücken Holz ein 3-Gänge-Menü und lebt wochenlang allein auf einer Berghütte. Sein Talent und seine Survival-Qualitäten haben ihm nicht nur meine Verehrung und die vieler anderer Frauen Fans eingebracht, sondern auch einen über alle Maßen gestählten Oberkörper, zu dem ich ansonsten nix weiter sagen will, weil mir einfach nix einfällt, was ihm gerecht würde:

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Da ich mir nicht allzu viel Ärger mit Copyright-Inhabern einhandeln will, kann ich euch nur raten, euch selbst den Tag mit einer google-Bilder- oder youtube-Suche zu versüßen. Nicht zu vergessen die vielen tollen Platten, auf denen er singt.

Na gut, eins noch – das aktuelle Album von a-ha kann ich euch wirklich wärmstens empfehlen und um dies zu beweisen, anbei noch das Video zu aktuellen Single „Foot of the mountain“ – Morten Harket in all seiner Pracht mit einem wirklich sensationellen Vorschlag:

„Lass uns ein Haus am Fuße des Berges bauen, wir können da bleiben und sehen, wie es zu Ende geht…“

Tja…welche mental gesunde Frau würde nicht gern mit so einem Typen am Fuße eines Berges leben, hm?

Direktlink

In diesem Sinne: Happy Birthday, Sexy, bleib wie du bist ist das absolut Wichtigste und Beste, was man dir wünschen kann!


Wenn der Ruf erklingt

September 12, 2009

Eigentlich sah ich mich schon fernab vom grauen November am Strand von Esquinzo liegen. Buch vor der Nase, einen kühlen Drink anbei, Sonne auf dem Bauch. Wärme tanken bevor es hier ein halbes Jahr dunkel wird.

Aber es gibt ja mehrere Formen von Wärme – Meister Morrissey hat eine weitere Deutschland-Tour angekündigt und so lasse ich Fuerte Fuerte sein und werde meine Herbsturlaub mal wieder in Franks Auto, zwischen schwitzenden Körpern eingeklemmt und mit Boz an diversen Bars verbringen.

Und es wird herrlich sein :-) *

Tourdates:

16.11. Berlin, Tempodrom

17.11. Hamburg, CCH 1 (WTF!!)

19.11. Düsseldorf, Philipshalle

20.11. München, Tonhalle

*Da der Alte ja die Tendenz hat krank zu werden und Shows abzusagen, werde ich vorsichtshalber mal einen Blick auf den last-minute-Reisemarkt haben.

Wird Zeit

September 8, 2009

…mal wieder dran zu erinnern, wie viel wunderbare Musik eine bestimmte Gruppe von Männern geschrieben hat – hier in der Kombi Moz’n'Boz: Alle Weisheit der Welt steckt in diesem Titel

Es geht auch mit weniger Weisheit, dafür mit einem spookigen Gitarrenriff, das man nie wieder vergisst…

Oft kopiert, nie erreicht – das Original

Und wie immer mit den richtigen Worten…

Es gibt Soundtracks, die eben nie an Aktualität verlieren. So sehr sich das Leben auch verändert – Musik, die sich einmal richtig mit der Seele verankert hat, bleibt wahrhaftig.

Noch dazu, wenn sie zu jeder Situation ein passendes Zitat generiert…