Schon wieder ein Jahr um, liebe Freunde. Ist das nicht schlimm, wie die Zeit rennt wenn man erstmal ein bestimmtes Alter erreicht? Nun gut, jammern hilft nüscht.
Wisst ihr noch, wie spannend früher als Kind der Tag des Heiligabend war? Um mich ruhig zu stellen, wurde in meinem Elternhaus, wo ansonsten strenge Fernsehrestriktionsregeln galten, gerne auf das Ruhigstellangebot von ARD und ZDF zurückgegriffen. Dort gab es damals eine exkuisite Auswahl an Klassikern, zusammengefasst unter dem Namen „Warten aufs Christkind“. Oder vielleicht gibt’s das sogar noch?
Egal – in diesem Blog gibt’s das jedenfalls auch. Der Film der Morrisseytour im November zeigt euch einen klitzekleinen Ausschnitt der Faszination, die diese Art von Feriengestaltung auf mich und meine Freunde ausübt. Vielleicht könnt ihr so ja ein wenig nachvollziehen, warum wir solche Aktionen immer wieder machen. Wahrscheinlich isses aber nicht Einen Film kucken ist nunmal nicht dasselbe wie dabei sein.
Und damit wünsche ich euch ein schönes Weihnachtsfest, liebe Menschen, gutes Essen, coole Geschenke und macht ordentlich die Lampen an!
So, mittlerweile ist es wahr geworden: Nach fast 10 Jahren Katzenlosigkeit habe ich meiner neuen Wohnung am Freitag drei Fellträger hinzugefügt. Was so banal klingt, hat für mich eine viel tiefere Bedeutung – denn nach 10 Jahren Umherziehen habe ich mich bewußt dazu entschlossen, wieder irgendwo zu Hause anzukommen. Denn wie sagte schon der kluge Mark Twain: „Ein Haus ohne Katze, ohne eine gut genährte, oft gestreichelte Katze, mag vielleicht ein perfektes Heim sein. Aber wie wollte es das schon beweisen?“
Ich will euch an dieser Stelle nur von den ersten Tagen meines langfristig angelegten Katzenabenteuers erzählen. Ihr kennt mich, natürlich habe ich auch schon einen Film in Vorbereitung. Vielleicht gibt’s den als Heiligabend-Gruß. Meine Twitter-Follower waren von Freitag Abend an ohnehin quasi minütlich über alle Vorkommnisse auf dem Laufenden. Den Rest des Beitrags lesen »
Letztes Jahr hab ich hier ja nen Riieesen-Aufriss veranstaltet mit mindestens einem neuen Blogeintrag pro Tag den ganzen Dezember durch. Allerdings hab ich zu der Zeit auch ohnehin noch fast jeden Tag gebloggt, was mein Leben im Moment leider nicht mehr zulässt.
Na jedenfalls dachte ich mir, dieses Jahr lasse ich diesen ganzen Vorfreudeblödsinn und schenk euch gleich was Richtiges! Cool von mir, oder? Oder?
Ich schenke euch das Wissen darüber wie gut ihr es habt. Nein, wirklich. Wie gut ihr es habt, weil Lady Gaga, Sido und Silbermond heutzutage schon das Schlimmste sind, was über den Radioäther in die Welt geschallt wird. Es gibt ja so Momente, da kann man Chartmusik nunmal nicht entkommen: Beim Friseur, im Supermarkt, in fremden Autos zum Beispiel.
Doch es gab auch mal eine andere Zeit. Ich führe euch heute zurück in das dunkelste Kapitel der Musikgeschichte. Die 90er Jahre. Eurobeat.
Schon das Wort lässt mich erschaudern… ich stand eben – nun ja – im Supermarkt und wurde per Einkaufsradiobeschallung in dieses dunkle Zeitalter zurückgeführt. Dargeboten wurde „Hand in Hand for children“ von einem selbsternannten All Star Konsortium damaliger Chartquäler: Mr. President, Rednex, Captain Jack und andere, die aus gutem Grund wieder in Vergessenheit geraten sind. Ich dachte mir gleich, ich muss das unbedingt bloggen – nur leider war dieser Titel anscheinend tatsächlich so schlecht, dass er sich nicht bei youtube auftreiben ließ und auch google als einziges Suchergebnis nur ein Lyricsheet zutage förderte. Als hätte jemand die Spuren dieses Grauens aus dem Internet getilgt.
Aus dem Lyricsheet werde ich euch hier nur ein paar Highlights darbieten, vielleicht steigt ja aus irgendeinem längst stillgelegten Teil eures Unterbewußtseins die Melodie dazu auf:
Where have all of the children gone
innocent of all the world it’s too bad
it’s no wonder that’s so wrong
when they are alone
in truth they are not that strong
Children children
expectations great and small
from afar we see them fall
children sweet children
we’ll be watching out for you
we will be there to guide you through
Es ließ sich leider nicht recherchieren, wer diesen Text verbrochen hat… wenn da jemand helfen kann, ist er oder sie sehr willkommen, uns mit dieser Info das Leben ein wenig erträglicher zu machen.
Aber was anderes Schönes – von ähnlichem Kaliber – hab ich auch noch gefunden. Anscheinend reicht es manchen Leuten nicht, dass es Kinder auf der Welt gibt die hungern, auf der Straße leben und mißbraucht werden. Ihre Recht müssen auch noch mit Füßen getreten werden, indem man in ihrem Namen schlimme, schlimme Songs veröffentlicht, um sich selbst besser dastehen zu lassen und Viva Airtime abzugreifen. Oder wie sonst soll ich das hier verstehen?
Künftigen Philantrophen möchte ich gerne folgenden gut gemeinten Rat mitgeben: Der Sinn von Wohltätigkeit ist es wohl, etwas zu produzieren was die Leute auch haben wollen. Wird’s klar? Also etwas, für das die Leute dann auch gern Geld ausgeben damit man es an Notleidende weiterleiten kann. Oder war der Ansatz in diesem Falle eher der, dafür bezahlt zu werden möglichst schnell mit singen aufzuhören?
Man weiß es nicht. Denn auch dieses Stück Musik ist völlig zu Recht im tiefen Tal des Todes schlechter Musikstücke verschwunden, Philantrophie hin oder her. Und, habt ihr ihn erkannt – das zappelnde lockenköpfige Ungeheuer mit der Michelinmännchen-Weste? Das war Justin Timberlake. Und jetzt wisst ihr, warum ich den heute noch nicht cool finden kann.
Noch ein Geschenk hab ich: Bald ist sie wieder vorbei, die Jahreszeit, in der uns jeder abgehalfterte Chartstürmer sein zum Frühstück rausgewürgtes unter einem billigen Vorwand ins Gesicht drückt.
Kürzlich wurde ich Zeugin eines faszinierenden Schauspiels welches bewies, wie wenig sich der Mensch aus dem Affenstadium weiter entwickelt hat, wenn es um Balz-Rituale geht.
Tatort war mein Fitness-Studio, besser gesagt der Empfangsbereich. Hinterm Tresen steht dort gelegentlich eine ca. 25-jährige, milchkaffeefarbene Schönheit mit grünen Katzenaugen, wallender Lockenmähne, gemeisselten Gesichtszügen und schlanker Gazellenfigur. Der Typ Frau, neben dem man sich automatisch sofort wie ein graues Mäuschen fühlt. Ich sage das allerdings trotzdem verhältnismäßig neidfrei, da ich aus einem Beispiel in meiner eigenen Familie weiß, dass ausgeprägte Schönheit auch lästig sein kann, wenn man nicht gerade Topmodel ist und das Fußvolk einem die entsprechende Ehrerbietung darlegt.
So auch in diesem Fall – jedes Mal, wenn das Mädel Dienst hat, tummeln sich zwischen 3 und 5 männlichen Aufmerksamkeitsbewerbern mit glasigem Blick im Foyerbereich, die schnell ihre Eheringe in den Taschen ihrer Adidas-Hose verschwinden lassen, wenn sie sie sehen. Prahlendes Zulabern oder doofe Sprüche sind eigentlich noch das geringstes Problem. Zweimal schon hab ich mitbekommen, wie jemand mit halb geöffnetem Bademantel unter einem Vorwand aus der Sauna geschlichen kam – natürlich kein gestählter Adonis, sondern in beiden Fällen glatzköpfige um-die-50iger mit deutlich sichtbarem Bauchansatz. Was für eine Reaktion die sich auf so einen Vorstoß erhoffen, wissen sie nur selbst.
Nun sollte man dazu vielleicht erwähnen, dass besagte Mitarbeiterin zwar wirklich bildhübsch ist, leider aber nicht sehr helle. Auch einfache Fragen kann sie nur nach einiger Prozessierungszeit beantworten. Und kombiniert mit ihrer Jobposition in einer so ausgeprägten „Der-Kunde-ist-König“-Umgebung weiß sie sich schlichtweg nicht wirklich zu wehren gegen so geballte männliche Abschlepperitisversuche. Meist erträgt sie es nur still und lächelt gelegentlich schüchtern.
Dabei hilft ein ganz einfacher Trick, und diesen durfte ich kürzlich live angewandt erleben. An einem Samstagvormittag, ich checkte gerade ein, kam plötzlich ein kleiner, ebenfalls milchkaffeefarbener Junge aus der Kinderbetreuung geschossen und plärrte in ihre Richtung: „Maaaama, Kevin lässt mich nicht mitn Lego spieln!!“ Schlagartig wurden die glasigen Blicke der umstehenden Pfauenmännchen wieder klar, ich hörte dann verschiedene Varianten von „ooh, ich muss jetzt auch mal mit Training anfangen/nach Hause gehen/mein Auto waschen“ und der Zauber löste sich in nullkommanix wieder auf. Als ich zwei Stunden später wieder nach Hause ging, sah ich sie das erste Mal fröhlich und allein hinter ihrem Tresen sitzen.
Da kann man mal sehen. Von wegen Evolution. Die Regeln sind überall dieselben.
Ich muss am Wochenende shoppen gehen, denn nächste Woche ist ein zweitägiger Kommunikationskongress zum Thema Gesundheitswirtschaft in Hamburg.
Reicht das nicht als Begründung?
Nun gut. Beim IV-Symposium vor ein paar Wochen, ebenfalls in Hamburg, saß ich relativ weit hinten im Saal und hatte einen guten Blick auf die Flut aus schwarzen, grauen und dunkelblauen Anzügen mit sowohl Männlein als auch Weiblein darin. Da schoß mir durch den Kopf: „Mizzie, wenn du dir zum nächsten Gesundheitswichtigkeitenball einen knalleroten Anzug kaufst, bist du in Zukunft die Königin auf diesen Veranstaltungen!“
Und so soll es geschehen. Ja gut, vielleicht nicht knall-, sondern weinrot. Steht mir auch besser. Der Effekt ist derselbe, ich werde wie ein Clown auf einer Beerdigung rausstechen.
Ich hab mittlerweile schon von mehreren Kollegen gehört, dass der Kongress sein Geld nur bedingt wert sei. Für 500 Euro Teilnahmegebühr ist die Erwartung natürlich entsprechend hoch. Vor allem an das Catering. Der Twitter-Account der Organisatoren lässt jetzt auch nicht unbedingt auf revolutionäre Erkenntnisse schließen – sagen wir mal: So weit war ich schon vor einem Jahr, kann ich jetzt auch einen Kongress veranstalten? Aber das Gesundheitswesen ist ja bekanntlich immer ein wenig zurück in der Kommunikationsevolution.
Eine Chance geb’ ich ihm (dem Kongress). Und sei es nur, dort wegzufahren und mich wie die große Visionärin zu fühlen.
Das war’s schon wieder…eine Woche Rock’n'Roll auf den Spuren von Morrissey. Berlin, Hamburg, Düsseldorf, München. In einer Woche einmal längs durch die Republik. Vier Konzerte, unzählige schöne Momente. Ein ganz paar habe ich auf Film eingefangen, den ich vielleicht schon nächste Woche geschnitten kriege.
Heute ein kurzer Verschnaufsonntag, denn morgen geht mein strammer Alltag schon wieder los. Kaum Zeit um sich zu erholen. Deshalb auch heute nur ein Stöckchen, das mir in verschiedenen Blogs schon untergekommen ist – der Sinn erschloß sich mir nicht so recht, bis ich es mal ausprobierte und feststellte, dass dieses Stöckchen eine noch höhere Trefferquote hat als das iTunes-Orakel. Und das soll was heißen.
Es funktioniert aber nur mit einem richtigen Namen. Mein richtiger Name ist jetzt nicht so ein großes Staatsgeheimnis, zudem wurde er in den Filmen schon mehrfach genannt, aber hier das erste Mal offiziell: Miriam. Und dies ist das „Miriam braucht“-Stöckchen. Und es funktioniert so: Ihr gebt euren Namen gefolgt von „braucht“ gemeinsam in Anführungszeichen bei google ein und postet die ersten 10 Treffer, sofern sie Sinn ergeben. Gern mit Kommentar.
Also lest selbst…
1. Miriam braucht Geborgenheit Aber sicher. Wer nicht.
2. Miriam braucht Abwechslung
Übrigens der Titel eines XXX-Films. Aber würde ich auch durchaus unterschreiben.
3. Miriam braucht ihren Papa. DAS ist nun wirklich unheimlich.
4. Miriam braucht Felix’ Hilfe. Auch das. Mein Grafiker heißt Felix, ohne den wär ich nur ein halber Mensch.
5. Miriam braucht ihn. Jaja, is gut.
6. Miriam braucht die Sicherheit, die Ehe und Familie ihr geben. Maul halten.
7. Miriam braucht 17.60 Euro. Stimmt nicht. Aber was mit ein paar Nullen mehr, das wär schon was.
8. Miriam braucht eine Brille. Aber nur für’n Bildschirm.
9. „Miriam brauche meine Hilfe, ich muss mich in ihr Leben einmischen!“ Das ist ein Zitat, ich weiß auch, von wem (engerer Familienkreis).
10. „Miriam braucht mich nur anzulächeln und schon werde ich puterrot und kriege kein vernünftiges Wort mehr raus“.
Hab ich tatsächlich schon mal gehört. Nicht in dem Wortlaut, aber sinngemäß.
Nettes, kleines Fundstück, gerne aufsammeln und wiederkäuen. Bis demnächst.
In vier Tagen geht’s los auf Morrisseytour! Woohoo! Kick-Off in Berlin am Montag, Dienstag Hamburch, Mittwoch off-day in Hamburch, Donnerstag Düsseldorf, Freitag München. Super-Programm.
Mir ist aufgegangen, dass ich schon ewig nicht mehr so getourt bin. So mit richtig Strecken fahren und zwischendurch Hotels. Als ich das letzte Mal viele Gigs am Stück gesehen hab, waren wir in Manchester stationiert und sind immer so sternförmig ins Umland gefahren (Liverpool, Bradford, Leeds, Birmingham etc.). Und als ich das letzte Mal noch so richtig „mit“ auf Tour war, hat das Ganze auch noch auf anderem Niveau stattgefunden: National Express Busse, Nickerchen in Wartehallen, McDonalds-Mahlzeiten und schimmelige Jugendherbergen. Hauptsache, das Abendprogramm stimmt (oh süße Jugend!). Diesmal übernachten wir auf halber Strecke zwischen Düsseldorf und München im Schloßhotel *lol*.
Touren ist immer anstrengend, aber zum Glück sind wir zwar alle älter, jedoch nicht so alt dass uns sowas gleich aus den Latschen haut. Mir ist es ohnehin wichtiger, mal meinen Kopf für eine Woche rauszukriegen, und dafür ist Touren einfach am besten. Danach geht es noch mal mit neuer Energie in den Endspurt 2009. Liegt noch so einiges an bis Weihnachten.
Other random thoughts: Der Tod von Robert Enke hat mich, wie viele andere auch, echt traurig gemacht. Ich könnte nicht behaupten, dass ich ihn früher viel wahrgenommen hätte, aber diese Lebensgeschichte ist einfach sehr berührend. Zudem tut es mir für Elsbe sehr leid, die ein echter Fan ist. Ich hab mich am Dienstag Abend mal wieder unsagbar aufgeregt über ein paar eiskalte Kommentare bei Twitter und mich zum xten Mal gefragt, ob ich in solchen Momenten nicht einfach zu sensibel für das Internet bin und diesem Schlachtfeld dann lieber fernbleiben sollte. Vielleicht schaff ich es ja nächstes Mal. Es ist ja nicht so, als würde es mir oder sonstwem helfen, mich mit solchen Idioten anzulegen.
Die Sache mit der Rentenversicherung hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, alles gut. Dafür wollen jetzt alle wieder an mein Geld, ich kriege täglich Anrufe von diversen Partnern, Banken, Versicherungen mit Riiieeesen-Anlageideen. Ihr könnt mich mal alle gepflegt in Ruhe lassen, ich hab schon ALLES. Wirklich, ALLES. Rürup, Riester, RisikoLeben, Direktversicherung, Fondstüdelütt und Eigentumswohnung. Was noch übrig bleibt, wird sinnvoll angelegt – in Sex, Drugs and Rock’n'Roll. Und Bier. Und Zigaretten. Gleich nächste Woche.
Nur noch 5 Wochen bis die Katzis kommen! Bin so aufgeregt! Hab schon Futternäpfe gekauft
Ich hatte hier schon einen Artikel in meinem Entwürfe-Ordner, in dem ich, bezugnehmend auf diese Geschichte mich quasi beim Behördendschungel an sich öffentlich entschuldigen wollte, weil das Verfahren eine für mich unerwartete und erfreuliche Wendung genommen hatte – nämlich die, dass ich trotz meiner Festanstellung jetzt per Beschluss der Deutschen Rentenversicherung irgendwie doch selbständig und somit sozialversicherungsbefreit bin. Den Bescheid habe ich seit Dienstag vorliegen.
Nee, warte. Ja nee, schon. Irgendwie ja, aber irgendwie auch nicht. Ich hab nämlich in meiner Funktion als Geschäftsführerin, also Vertreterin des (sprich: Meines eigenen) Arbeitgebers einen Bescheid vorliegen. Ein ANDERER Bescheid jedoch ist mir angeblich als Arbeitnehmer zugegangen, und in diesem steht, dass die Sache jetzt noch mal von einer Fachabteilung geprüft wird. Die Tatsache, dass ich ja nun in meiner Position Arbeitgeber und Arbeitnehmer zugleich bin (das ist doch der Stein des Anstosses überhaupt), ist denen zwar bekannt – aber nur weil etwas bekannt ist, muss man ja noch lange nicht nach der daraus erfolgenden Logik handeln. Also z. B. nur einen Bescheid mit einer klaren Entscheidung verschicken.
Das Beste kommt aber noch: Den Bescheid an mich als ArbeitGEBER muss ich jetzt mit einem Zweizeiler bestätigen. Als ArbeitNEHMER muss ich aber nach wie vor die Entscheidung der Fachabteilung der Behörde abwarten. Mal abgesehen davon, dass ich den Bescheid noch nicht habe. Der is in der Post. Oder so.
Was auch noch schön ist: Meine Krankenkasse funktioniert ungefähr genau so. Da ich ja nun direkt vorher privat versichert war, kündigen die mir rückwirkend für die letzten 6 Monate die Mitgliedschaft. Zappzerapp von einer Minute auf die andere. Mit den Rückzahlungen der bereits gezahlten Beiträge lassen sie sich aber schön Zeit, dafür muss ich jetzt erstmal den dazugehörigen Antrag stellen. Ich werd das mal kurz erwähnen, wenn ich morgen mit dem Vorstand der Kasse auf dem IV-Symposium in Hamburg beim Kaffee rumstehe. So als Anekdote nebenbei. Man muss Kontakte ausnutzen, wenn man sie hat.
Worüber ich überhaupt GAR nicht nachdenken darf ist die Tatsache, dass dieses groteske Bürokratentum auch noch von meinen Steuergeldern bezahlt wird. Von denen werde ich nämlich leider nicht befreit. Ein weiteres schönes Detail in diesem Chaos: Die Tatsache, dass ich den ArbeitGEBER-Bescheid mit einem Zweizeiler bestätigen muss, hab ich nur durch Zufall von meiner Steuerberaterin erfahren, die bei der Rentenversicherung anrief um irgendwas zu klären. Diesen Hinweis hatte der Sachbearbeiter „vergessen“ mit aufzuschreiben. Wie es der Zufall will, geh ich Samstag auf die Party eines Rechtsverdrehers – da kann ich doch gleich mal fragen, ob das so in Ordnung ist wenn eine Behörde in einem rechtswirksamen Bescheid so eine Info mal eben vergisst.
Gerade war ein kleines, fühlbares Bißchen Ruhe in mein Leben eingekehrt….gnarf.
P.S. Update um 17:30 Uhr: Auch schön – der Verbleib des Arbeitnehmer-Bescheides ist geklärt. Der ist zurückgekommen, weil ich doch umgezogen bin (funktioniert auch suuuuper, so ein Nachsendeantrag). Man habe jetzt in der Zwischenzeit erstmal schriftlich beim Einwohnermeldeamt die Mitteilung meiner neuen Adresse beantragt. Ob man mich, die Empfängerin des Arbeitgeber-Bescheides unter der Geschäftsadresse denn nicht hätte fragen können, womöglich gar ganz kurz telefonisch, wollt’ ich da wissen. Da es darauf keine kluge Antwort gibt, die sich gar mit einen Paragrafen untermalen ließe, hat man mir lieber gleich gar keine Antwort gegeben. Großes Kino.
Wer schon länger diesen Blog liest weiß, dass ich euch noch einen Urlaubsfilm schuldig bin – meine dritte Norwegenreise im Juli. Aber direkt nach dem Urlaub ging ja Umzug los, dann Renovierung, viel Arbeit etc. – kurzum: Ich hatte bis gestern nie Zeit, das Filmmaterial mal zusammenzuschneiden.
Aber nun, mit etwas Verspätung und sogar für meine Verhältnisse erstaunlich kurz – nämlich mit nur einem Teil von 45 min. – folgt hier mein Sommerurlaubsfilm. Wettermässig waren wir ja nicht so gesegnet, insofern passt es, dass ich ihn erst im November veröffentliche.
Vimeo zickt manchmal mit dem einbetten, so auch heute, ihr müsst also dem Link folgen. Also, kocht euch nen Tee, mummelt euch auf dem Sofa ein und genießt –
starring wie immer Mizzie, Elsbe, Erich und viele mehr. Wir besuchen einige der berühmtesten norwegischen Sehenswürdigkeiten, sehen Landschaften die wie aus einem Katalog ausgeschnitten aussehen und gehen mit Mizzie verloren auf der Insel der Abenteuer, Mageroya.